Word Rechtschreibprüfung richtig einstellen: Sprache, Wörterbuch
Word Rechtschreibprüfung einstellen: Prüfsprache festlegen, Wörterbuch pflegen, Grammatik und Editor nutzen, Ausnahmen setzen und Fehler beheben.
Rotes Schlängeln richtig nutzen
Die Rechtschreibprüfung in Word ist hilfreich, wenn sie die richtige Sprache kennt und richtig eingestellt ist. Sonst markiert sie korrekte Wörter, übersieht Fehler oder prüft einen englischen Satz nach deutschen Regeln. Hier stellst du Sprache, Wörterbuch und Grammatikprüfung so ein, dass sie dir wirklich hilft.
Die Beschreibung gilt für Word in Microsoft 365 und Word 2019. Die Windows-Funktionen betreffen Windows 11. Eine Rechtschreibprüfung ersetzt kein Korrekturlesen, sie erkennt nur Auffälligkeiten.
Auf einen Blick: Rechtschreibung in Word
- Sprache: Unter „Überprüfen“, „Sprache“ die Prüfsprache festlegen.
- Automatisch erkennen: Hilft bei gemischten Texten, ist aber nicht fehlerfrei.
- Wörterbuch: Namen und Fachbegriffe zum Wörterbuch hinzufügen.
- Optionen: Unter „Datei“, „Optionen“, „Dokumentprüfung“ einstellen.
- Ausnahmen: Einzelne Dokumente oder Absätze von der Prüfung ausnehmen.
Wie die Prüfung arbeitet
Word vergleicht jedes Wort mit einem Wörterbuch der eingestellten Sprache. Unbekannte Wörter erhalten eine rote Wellenlinie. Die Grammatikprüfung markiert Satzbau, Kommas und Stil mit einer blauen oder doppelten Linie. Jeder Absatz hat eine eigene Sprache. Stimmt sie nicht, ist alles falsch markiert. Der häufigste Fehler ist daher die falsche Sprache, nicht Word.
Prüfsprache einstellen
- Markiere den Text mit Strg+A oder den gewünschten Absatz.
- Wechsle zu „Überprüfen“, „Sprache“, „Prüfsprache festlegen“.
- Wähle „Deutsch (Deutschland)“ oder „Deutsch (Schweiz)“, je nach Schreibweise.
- Entferne den Haken bei „Rechtschreibung und Grammatik nicht überprüfen“, falls gesetzt.
- Aktiviere „Sprache automatisch erkennen“, wenn mehrere Sprachen vorkommen.
- Klicke auf „Als Standard festlegen“, damit künftige Dokumente die Sprache übernehmen.
Die Sprache liegt auch an der Formatvorlage. Stellst du sie in der Vorlage „Standard“ um, gilt sie im ganzen Dokument. Ein Hinweis zu Vorlagen: Wer wiederkehrende Briefe schreibt, legt die Sprache in der Vorlage fest, siehe Word-Vorlage erstellen. Welche Sprachpakete Windows kennt, regelt Anzeigesprache ändern. Die Tastatur und die Prüfung hängen zusammen, siehe Eingabesprache und Layout.
Eigenes Wörterbuch pflegen
Rechtsklick auf ein rot markiertes Wort und „Zum Wörterbuch hinzufügen“ merkt es sich für alle Dokumente. Unter „Datei“, „Optionen“, „Dokumentprüfung“, „Benutzerwörterbücher“ verwaltest du die Liste. Dort kannst du Einträge bearbeiten, löschen oder eine Datei hinzufügen. Sinnvoll für Namen, Orte, Markennamen und Fachbegriffe. Wenn ein Wort versehentlich aufgenommen wurde, entferne es dort wieder. Das Wörterbuch liegt in deinem Profil. Auf einem anderen Rechner musst du es kopieren oder neu aufbauen. Mit Microsoft-Konto kann es sich synchronisieren.
Prüfoptionen und Grammatik
- Rechtschreibung während der Eingabe: Zeigt Fehler sofort an. Abschaltbar, wenn es stört.
- Grammatik und Verfeinerungen: Wähle „Grammatik“ oder zusätzlich „Stil“. Unter „Einstellungen“ schaltest du einzelne Regeln ein oder aus.
- Großschreibung ignorieren: Nützlich bei Texten mit vielen Akronymen.
- Wörter mit Zahlen ignorieren: Für Produktcodes.
- Internetadressen ignorieren: Verhindert rote Linien unter Links.
- Hauptwörterbuch: Kann „Vorschläge nur aus dem Hauptwörterbuch“ zeigen.
Die Grammatikprüfung ist nicht perfekt. Sie erkennt Kommas oft nicht. Verlass dich nicht blind darauf, vor allem bei Bewerbungen. Wie ein Lebenslauf sauber aufgebaut wird, steht in Lebenslauf in Word erstellen.
Der Editor im Überblick
Der Editor ist das Prüfwerkzeug von Word. Du öffnest ihn mit F7 oder über „Überprüfen“, „Editor“. Er zeigt Bewertung, Rechtschreibung, Grammatik und Verbesserungen. Klicke auf eine Kategorie und gehe die Treffer durch. Mit „Einmal ignorieren“ überspringst du einen Treffer, mit „Alle ignorieren“ blendest du das Wort im ganzen Dokument aus. Das ist der schnellste Weg, ein Dokument zu prüfen, bevor du es verschickst.
Ausnahmen und Fachbegriffe
Nicht jeder Text soll geprüft werden, etwa Quellcode, Fremdsprachen oder Fachtexte mit vielen Abkürzungen. Markiere den Abschnitt, wähle „Überprüfen“, „Sprache“ und setze den Haken bei „Rechtschreibung und Grammatik nicht überprüfen“. Das gilt nur für den markierten Bereich. Für das ganze Dokument entfernst du unter „Datei“, „Optionen“, „Dokumentprüfung“ die Haken bei „Rechtschreibung während der Eingabe überprüfen“ nur für dieses Dokument. So bleibt die Funktion für andere Dokumente erhalten.
Rechtschreibung in Windows und Apps
Windows 11 bietet eine systemweite Rechtschreibprüfung. Unter „Einstellungen“, „Zeit und Sprache“, „Eingabe“ aktivierst du „Falsch geschriebene Wörter markieren“ und „Falsch geschriebene Wörter automatisch korrigieren“. Das wirkt in vielen Apps und im Browser. Das gleiche System steckt hinter den Textvorschlägen der Hardware-Tastatur, siehe Autokorrektur und Textvorschläge. Browser haben eigene Wörterbücher. Du schaltest sie in den Einstellungen ein oder aus. Wer viel diktiert, findet Hinweise in Diktieren unter Windows 11.
Neue und alte Rechtschreibung
Word prüft nach der aktuellen amtlichen Regelung. Bei Texten aus der Schweiz wähle „Deutsch (Schweiz)“, dann gilt die Schreibweise ohne ß. Bei Österreich ist die Variante „Deutsch (Österreich)“ verfügbar. Für Dokumente nach den Regeln einer bestimmten Institution gibt es Hausregeln. In Firmen werden oft Wörter wie „E-Mail“ oder „Homepage“ einheitlich festgelegt. Das lässt sich im Benutzerwörterbuch oder über Autokorrektur-Einträge lösen.
Fremdsprachige Textstellen
Mischtexte mit englischen Begriffen sorgen für viele rote Linien. Markiere die Passage und stelle die Sprache auf Englisch. Dann ist sie korrekt, ohne dass du das Wörterbuch füllst. Mit der automatischen Erkennung geschieht das bei längeren Passagen von allein, kurze Wörter erkennt Word nicht zuverlässig. Für Übersetzungen nutze nicht blind die Online-Funktion. Bei vertraulichen Dokumenten achte darauf, dass Inhalte nicht an Dienste im Internet gesendet werden. Du kannst die Verbindung für Office-Dienste in den Datenschutzeinstellungen steuern.
Prüfung ausgeschaltet?
Wenn gar nichts markiert wird, liegt es meist an den Einstellungen. Prüfe diese Punkte:
- Haken „Nicht überprüfen“: Ist für das Dokument oder den Absatz gesetzt. Entfernen.
- Rechtschreibung während der Eingabe: In den Optionen aktivieren.
- Ausnahmen für das Dokument: „Rechtschreibfehler nur in diesem Dokument ausblenden“ entfernen.
- Sprache nicht installiert: Das Korrekturhilfen-Paket fehlt. Installiere die Sprache über die Windows-Einstellungen.
- Geschützter Modus: Dokumente aus dem Internet öffnen zunächst eingeschränkt. Klicke auf „Bearbeitung aktivieren“.
- Dokument ist schreibgeschützt: Hinweise dazu in Word-Datei schützen.
Zusätzliche Hilfen
Für Stil und Lesbarkeit gibt es Zusatzprogramme, auch KI-gestützte. Beachte beim Einsatz den Datenschutz, denn viele Dienste senden Text zur Auswertung ins Netz. Prüfe vorher, welche Texte du dafür freigibst, siehe KI-Chatbots und Datenschutz. Eine gute Ergänzung ist das laute Vorlesen. In Word findest du „Überprüfen“, „Vorlesen“ oder „Sprachausgabe“. Beim Hören fallen Fehler auf, die beim Lesen unsichtbar bleiben. Suche und Ersetzen hilft bei typischen Verwechslungen, etwa doppelten Leerzeichen.
Typische Probleme
- Ganzes Dokument rot unterstrichen: Falsche Prüfsprache. Alles markieren und Deutsch einstellen.
- Korrekte Wörter werden markiert: Zum Wörterbuch hinzufügen.
- Fehler werden nicht erkannt: Prüfung ist aus, oder Sprache stimmt nicht.
- Einstellung geht verloren: Sprache in der Formatvorlage „Standard“ setzen, nicht nur im Text.
- Vorschläge fehlen: Das Wörterbuch ist beschädigt. Datei „custom.dic“ im Profil prüfen oder Office reparieren.
- Grammatik markiert zu viel: Regeln in den Einstellungen lockern.
- Langsam bei großen Dokumenten: Prüfung während der Eingabe ausschalten und am Ende einmal mit F7 prüfen.
Häufige Fragen
Warum ist alles rot unterstrichen?
Die Prüfsprache passt nicht zum Text. Markiere alles und stelle die richtige Sprache ein.
Kann ich Wörter dauerhaft ausnehmen?
Ja, über „Zum Wörterbuch hinzufügen“ oder in den Benutzerwörterbüchern.
Gilt die Einstellung für alle Dokumente?
Die Wörterbuchliste gilt für alle. Die Sprache gilt nur für das Dokument, es sei denn, du setzt sie als Standard.
Funktioniert das auch in Excel und PowerPoint?
Ja, die Prüfung nutzt dasselbe Wörterbuch. In Excel prüfst du mit F7.
Erst Sprache, dann Wörterbuch
Stimmt die Prüfsprache, verschwinden die meisten falschen Markierungen. Den Rest erledigst du mit dem Wörterbuch und der Taste F7 vor dem Versand.
Zum PC-Konfigurator Autokorrektur und Textvorschläge Word-Vorlage erstellen
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