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KI-Chatbots und Datenschutz: Was mit deinen Eingaben passiert

ChatGPT, Gemini und Copilot sicher nutzen: Welche Daten anfallen, was Training bedeutet, welche Rechte du hast und was du nicht eingeben solltest.

📅 18.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,090 Wörter
PC Hardware Ratgeber
CNW Performance Lab 👁 7 Aufrufe

Lokale KI statt Cloud-Chatbot

Wenn Texte deinen PC nicht verlassen sollen, plane im PC-Konfigurator einen Rechner für lokale KI.

ChatGPT, Gemini und Copilot sind für viele Alltag geworden: Mails formulieren, Texte zusammenfassen, Fragen klären. Doch was passiert eigentlich mit dem, was du eintippst? Dieser Ratgeber fasst zusammen, welche Daten bei KI-Chatbots anfallen, was du zum Training und zu deinen Rechten wissen solltest und wie du sicherer arbeitest. Grundlage ist der Überblick der Verbraucherzentrale zu KI-Chatbots (Stand 23.09.2026). Er nennt allgemeine Hinweise, aber keine konkreten Einstellungswege für einzelne Dienste, und die Datenschutzregeln der Anbieter ändern sich. Wir geben keine Rechtsberatung und ergänzen eigene Einschätzungen nur dort, wo wir sie kennzeichnen. Wer Daten komplett im eigenen Haus halten will, findet in Ollama oder LM Studio die lokale Alternative.

Welche Daten fallen an?

Laut Verbraucherzentrale werden bei kostenpflichtigen Modellen Kontodaten wie Name und Kontaktdaten gespeichert, weil du dich anmelden musst. Dazu kommen deine Eingaben: welche Fragen du stellst, wie du formulierst und welche Funktionen du nutzt. Das heißt: Alles, was du in den Chat schreibst, kann beim Anbieter landen.

Training mit deinen Daten

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Eingaben zu Trainingszwecken und zur Verbesserung der Dienste genutzt werden. Sie schreibt sinngemäß: Du bezahlst nicht mit Geld, sondern mit Daten, auch wenn du für den Dienst zahlst. Ob und wie du dem Training widersprechen kannst, hängt vom Anbieter ab. Du musst laut Artikel aktiv bei dem jeweiligen Anbieter widersprechen. Konkrete Menüwege nennt die Quelle nicht. Suche deshalb in den Datenschutz- oder Datenkontrolleinstellungen deines Kontos nach Optionen zum Training und zum Chatverlauf (eigener Hinweis, die Bezeichnungen unterscheiden sich).

Deine Rechte nach der DSGVO

  • Du kannst Auskunft verlangen, welche Daten verarbeitet werden, zu welchem Zweck und an wen sie gehen.
  • Du kannst Berichtigung oder Löschung verlangen und die Verarbeitung einschränken lassen, auch wenn der Anbieter seinen Sitz in den USA hat.
  • Die Verbraucherzentralen stellen dafür laut Artikel einen Musterbrief bereit.

Beachte: Das ist eine Zusammenfassung der Verbraucherzentrale und keine Rechtsberatung. Bei konkreten Streitfällen wende dich an eine Beratungsstelle.

Was du besser nicht eingibst

Die Verbraucherzentrale rät, keine persönlichen oder sensiblen Daten einzugeben und keine ganzen urheberrechtlich geschützten Werke wie Buchinhalte in den Chat zu laden. Aus unserer Sicht gehören dazu außerdem:

DatenWarum riskant
Passwörter, PINs, Zugangsdatenkönnen in Verläufen landen; gehören in einen Passwort-Manager
Gesundheits- und Finanzdatenbesonders sensibel (eigene Einschätzung)
Interne Firmendokumente und KundendatenVertraulichkeits- und Datenschutzpflichten beachten
Fremde personenbezogene Datendu hast ohne Grundlage kein Recht, sie weiterzugeben (allgemeine Einschätzung, keine Rechtsberatung)
Schutzwürdige TexteUrheberrecht, laut Verbraucherzentrale

Antworten prüfen: Halluzinationen und Fehler

Laut Verbraucherzentrale werden die Antworten nicht auf Richtigkeit geprüft. Sie können ungenau, unvollständig oder unangemessen sein und sind keine verlässliche Quelle oder professionelle Beratung. Chatbots können außerdem seriöse Berichterstattung nicht immer von getarnten Falschmeldungen unterscheiden. Prüfe Antworten, bevor du sie verwendest oder weitergibst, zum Beispiel über Faktencheck-Portale. Für aktuelle Informationen empfiehlt der Artikel, die neueste verfügbare Version zu nutzen und die Anfrage entsprechend zu formulieren.

Urheberrecht und Kennzeichnung

Die Verbraucherzentrale warnt davor, KI-Ergebnisse frei zu verbreiten, wenn darin ein geschütztes Werk noch erkennbar ist. Außerdem nennt sie eine neue Pflicht: Seit August 2026 müssen Unternehmen laut AI-Act offenlegen, wenn Inhalte durch KI erstellt oder verändert wurden. Das betrifft unter anderem Deepfakes und KI-Inhalte in Werbung. Wenn du selbst Webseiten, Shops oder Werbung betreibst, solltest du dich dazu informieren. Wir haben die Regelung nicht selbst geprüft und können sie nicht im Detail erläutern.

Jugendschutz

Laut Verbraucherzentrale sind ChatGPT und Meta ab 13 Jahren nutzbar, eine Altersprüfung findet aber in der Regel nicht statt. Eltern sollten das im Blick behalten und mit Kindern über den Umgang sprechen. Wie du den PC kindgerecht einrichtest, ist ein eigenes Thema, das dieser Beitrag nicht vertieft.

Sicherer arbeiten: Praktische Regeln

  1. Gib nur Daten ein, die du auch öffentlich schreiben würdest.
  2. Anonymisiere Texte: Namen, Adressen und Nummern ersetzen, bevor du sie einfügst (eigener Rat).
  3. Suche nach Einstellungen zu Chatverlauf und Training und entscheide bewusst.
  4. Trenne private und berufliche Konten (eigener Rat).
  5. Nutze für vertrauliche Aufgaben lokale Modelle, siehe PC für lokale KI.
  6. Schütze dein Konto mit einem starken Passwort und Zwei-Faktor-Anmeldung, siehe Passwort-Manager und Passkeys.

Cloud oder lokal?

AspektCloud-ChatbotLokale KI
Datenlanden beim Anbieter; Training möglichbleiben auf deinem PC, solange du keine Cloud-Funktionen nutzt
Qualitätmeist hoch (allgemeine Einschätzung)abhängig von Modell und Hardware
KostenAbo oder kostenlos mit DatenHardware und Strom
AufwandgeringEinrichtung nötig

Lokale KI ist kein Allheilmittel, aber für vertrauliche Aufgaben eine sinnvolle Option. Zur Kostenfrage siehe Lokale KI und Kosten sparen. Wenn du die KI-Funktionen von Windows reduzieren willst, hilft Recall und Copilot deaktivieren.

Beispiele aus dem Alltag

E-Mail umformulieren: Ersetze Namen und Details durch Platzhalter, bevor du den Text einfügst. Bewerbung oder Lebenslauf: Hier stecken viele persönliche Daten. Gib nur das Nötigste ein oder arbeite mit einem lokalen Modell. Vertrag oder Kundenunterlagen: Gib sie nicht in einen Cloud-Chatbot, sofern du nicht sicher bist, dass das erlaubt ist. Hausaufgaben und Lernen: Hier ist vor allem die Richtigkeit wichtig, denn Antworten können falsch sein. Das sind praktische Beispiele und keine rechtlichen Bewertungen. Entscheidend ist immer, ob du die Daten auch an eine fremde Person weitergeben würdest.

Wenn du unsicher bist, verzichte auf den Cloud-Dienst oder frage bei der zuständigen Stelle nach, etwa dem Datenschutzbeauftragten deiner Firma.

Ein letzter Gedanke zur Gewohnheit: Je selbstverständlicher ein Chatbot wird, desto leichter gerät man ins Plaudern über private Dinge. Mach dir bewusst, dass du mit einem Dienst eines Unternehmens sprichst, nicht mit einem Vertrauten, und lösche Verläufe, die du nicht mehr brauchst, soweit der Dienst das anbietet.

Häufige Fragen

Werden meine Eingaben für das Training genutzt?

Laut Verbraucherzentrale werden Eingaben zu Trainingszwecken genutzt. Ob du widersprechen kannst, hängt vom Anbieter ab, du musst aktiv werden.

Kann ich meine Daten löschen lassen?

Nach der DSGVO kannst du Löschung verlangen, auch bei US-Anbietern. Die Verbraucherzentrale bietet einen Musterbrief.

Sind KI-Antworten verlässlich?

Nein, nicht automatisch. Sie können falsch sein und sollten geprüft werden.

Muss KI-Inhalt gekennzeichnet werden?

Unternehmen müssen laut Verbraucherzentrale seit August 2026 offenlegen, wenn Inhalte durch KI erstellt oder verändert wurden. Für Privatpersonen gelten andere Regeln, informiere dich im Zweifel.

Lokale KI statt Cloud

Plane einen PC, auf dem Sprachmodelle ohne Cloud laufen.

Zum PC-Konfigurator PC für lokale KI Ollama oder LM Studio Kosten sparen