Gaming PC zusammenstellen 2026 – Der komplette Guide
Gaming PC selbst zusammenstellen leicht gemacht: Von der Komponentenwahl bis zur fertigen Konfiguration – mit Bottleneck-Check und PSU-Berechnung.
Schritt für Schritt zur richtigen Konfiguration — von der Budget-Planung bis zur fertigen Komponentenliste.
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Teste verschiedene Konfigurationen und finde heraus, welche Hardware dir die besten FPS für dein Budget liefert.
➡️ PC Builder startenEinen Gaming PC selbst zusammenzustellen ist günstiger als einen Fertig-PC zu kaufen — und du bekommst genau die Hardware, die du brauchst, ohne Kompromisse und ohne aufgeblähte Herstellermargen. Mit dem richtigen Vorgehen ist es auch technisch kein Hexenwerk. Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt durch Planung und Komponentenwahl — von der Budget-Definition bis zur fertigen Konfiguration.
Schritt 1: Budget und Ziel definieren
Bevor du eine einzige Komponente recherchierst, definiere zwei Dinge: dein Gesamtbudget und dein Spielziel. Beides bestimmt jede weitere Entscheidung.
Spielziel bestimmt die nötige GPU:
- 1080p / 60–100 FPS: Einsteiger-GPU ausreichend, kein Hochleistungs-CPU nötig
- 1080p / 144+ FPS: Gute GPU + starke CPU — die CPU ist hier entscheidend
- 1440p / 60–100 FPS: Mittelklasse-GPU, ausgewogener Build
- 1440p / 144+ FPS: High-End-Mittelklasse — der Sweet Spot für 2026
- 4K / 60 FPS: Starke GPU zwingend, CPU spielt eine geringere Rolle
- Streaming + Gaming: Starke CPU mindestens so wichtig wie die GPU
Empfohlene Budget-Aufteilung nach Segment:
Schritt 2: GPU wählen — die wichtigste Entscheidung
Die GPU bestimmt zu 70–80 % die Gaming-Leistung. Hier gibt es keinen sinnvollen Sparplatz. Aktuelle Empfehlungen für 2026:
NVIDIA vs. AMD: NVIDIA hat Vorteile bei Raytracing und DLSS — besonders DLSS 3 Frame Generation auf RTX-4000-Karten. AMD bietet das bessere Rasterizing-Preis-Leistungs-Verhältnis, und FSR funktioniert auf allen GPUs. Für Raytracing-Fans: NVIDIA. Für maximale FPS pro Euro: AMD.
Schritt 3: CPU passend zur GPU wählen
Die CPU sollte zur GPU passen — nicht zu groß, nicht zu klein. Prüfe immer den Bottleneck mit unserem Bottleneck Rechner bevor du kaufst. Empfohlene Kombinationen für 2026:
- RTX 4060 / RX 7600: Ryzen 5 5600 (AM4) oder Core i5-12400F (LGA1700) — beide unter 120 €, ausreichend für diese GPU-Klasse
- RTX 4070 / RX 7800 XT: Ryzen 5 7600X (AM5) oder Core i5-13600K (LGA1700) — ideale Balance
- RTX 4070 Ti / RX 7900 XT: Ryzen 7 7700X oder Core i7-13700K — für diese GPU-Klasse notwendig
- RTX 4080 / RX 7900 XTX: Ryzen 7 7800X3D (bester Gaming-CPU 2026) oder Core i9-13900K
- RTX 4090: Ryzen 7 7800X3D oder Core i9-14900K — eine schwächere CPU macht hier die 4090 zum Engpass
Schritt 4: Plattform wählen — AM4, AM5 oder Intel?
Die Plattform-Entscheidung ist langfristig. Du bindest dich an einen Sockel und eine RAM-Generation:
Schritt 5: Mainboard auswählen
Das Mainboard ist der Verbindungspunkt aller Komponenten. Kaufe nicht zu viel Feature, spare aber auch nicht am falschen Ende:
- B-Chipsatz (B650 für AM5, B760 für LGA1700): Ausreichend für 95 % aller Builds — kein offizielles CPU-Overclocking, aber deutlich günstiger
- X-Chipsatz (X670E, Z790): Nur sinnvoll wenn Overclocking oder spezielle PCIe-Konfigurationen geplant sind — der höhere Preis ist sonst kaum gerechtfertigt
- Formfaktor: ATX für einfachen Einbau und gute Erweiterbarkeit, Micro-ATX für kleinere Gehäuse
- WiFi: Kostet 20–40 € Aufpreis — lohnt sich, wenn kein Ethernet-Kabel verfügbar ist
Schritt 6: RAM richtig wählen und konfigurieren
RAM-Fehler sind der häufigste versteckte Performance-Verlust bei selbst gebauten PCs:
- Mindestens 16 GB für Gaming in 2026, empfohlen 32 GB — 8 GB reichen nicht mehr aus
- Immer Dual-Channel: Zwei identische Riegel statt einem einzigen — ein einzelner Riegel kostet bei Ryzen-Systemen bis zu 15 % FPS
- AM4 (Ryzen 5000): DDR4-3600 CL16–18 ist der Sweet Spot — schnellerer RAM bringt kaum mehr, langsamerer kostet messbar FPS
- AM5 (Ryzen 7000): DDR5-6000 CL30 — AMD empfiehlt genau diesen Wert für maximales Gaming-Potenzial
- XMP / EXPO im BIOS aktivieren: Fast immer ist XMP ab Werk deaktiviert — der RAM läuft dann nur auf Standardtakt (2133 oder 4800 MHz) statt dem gekauften Nennwert
Schritt 7: Netzteil — nie am falschen Ende sparen
Das Netzteil ist die einzige Komponente, die bei einem Ausfall alle anderen beschädigen kann. Kaufe immer eine bekannte Marke mit 80+ Gold-Zertifizierung. Den genauen Bedarf berechnest du mit unserem PSU Rechner. Als Faustregel gilt:
- Einsteiger-Build (RTX 4060 + Ryzen 5): 550–650 W ausreichend
- Mittelklasse (RTX 4070 + Ryzen 5/7): 650–750 W
- High-End (RTX 4080 + i9 / Ryzen 7): 850 W
- RTX 4090: mindestens 1.000 W
Empfehlenswerte Marken: be quiet!, Seasonic, Corsair, Fractal Design. Finger weg von No-Name-Netzteilen unter 50 €.
Schritt 8: Gehäuse und Kühlung
Gehäuse: Mid-Tower für einfachen Einbau. Wichtig: GPU-Länge prüfen (über 340 mm bei manchen High-End-Karten), genug Lüfterplätze vorhanden. Gute Optionen: Fractal Design Pop Air, be quiet! Pure Base 500, Lian Li Lancool 216.
CPU-Kühler:
- Boxed-Kühler von AMD (Wraith Stealth / Spire): Ausreichend für normale Last bis zum Ryzen 5 5600
- Tower-Kühler (be quiet! Pure Rock 2, Thermalright Peerless Assassin): 30–50 €, deutlich leiser und kühler als der Boxed-Kühler
- AiO-Wasserkühlung 240/360 mm: Für High-End-CPUs und Overclocking geeignet, 80–150 €
Gehäuselüfter: Mindestens 2 Intake + 1 Exhaust als Grundkonfiguration. Lüfter mit statischem Luftdruck für die Front (Mesh), Airflow-Lüfter für die Rückseite.
Schritt 9: SSD wählen
HDDs als Hauptspeicher sind 2026 keine Option mehr. NVMe M.2 SSDs sind der Standard:
- PCIe 4.0 NVMe: Ausreichend für Gaming, 1 TB ab 55–70 €. Empfehlung: Samsung 980 Pro, WD Black SN850X, Seagate FireCuda 530
- PCIe 5.0 NVMe: Höhere Ladegeschwindigkeiten in synthetischen Tests, im Spielbetrieb kaum Unterschied zu PCIe 4.0 — nur für Content-Creator sinnvoll
- Kapazität: 1 TB als Minimum, 2 TB für komfortables Gaming mit mehreren großen Titeln gleichzeitig
🛠 Fertige Konfiguration statt manuell planen
Wenn du nicht alle Kompatibilitäten selbst prüfen möchtest: Unser PC Builder erstellt auf Basis von Budget und Anwendungsfall eine fertige, ausgewogene Konfiguration — inklusive Bottleneck-Check und PSU-Berechnung. Du kannst jede Komponente individuell anpassen.
➡️ PC Builder öffnenZusammenbau: Die wichtigsten Tipps
- Antistatische Entladung vermeiden: Vor dem Anfassen der Komponenten das Metallgehäuse berühren oder ein Antistatik-Armband nutzen
- CPU-Kühler-Wärmeleitpaste: Einen erbsengroßen Punkt in die Mitte des Prozessors setzen — der Anpressdruck verteilt die Paste gleichmäßig
- RAM-Slots prüfen: Bei zwei Riegeln nicht in Slot 1+2 stecken, sondern in die empfohlenen Slots laut Mainboard-Handbuch (meist A2+B2)
- Kabel-Management: Kabel durch die Rückseitenöffnungen verlegen hält die Temperaturen 3–5 °C niedriger und verbessert den Luftstrom
- POST-Test außerhalb des Gehäuses: Erst alle Kernkomponenten auf dem Tisch zusammenstecken und starten — falls etwas nicht funktioniert, ist die Fehlersuche deutlich einfacher
Fazit
Einen Gaming PC selbst zusammenzustellen ist 2026 günstiger und flexibler denn je. Gehe systematisch vor: GPU zuerst wählen, dann die CPU passend dazu, die Plattform entscheiden und den Rest darum aufbauen. Nutze den Bottleneck Rechner für deine Komponentenwahl und den FPS Rechner, um zu prüfen, ob deine geplante Konfiguration die gewünschten Frameraten tatsächlich erreicht.
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