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G-Sync, FreeSync und V-Sync: Unterschiede und Einstellungen

Tearing, VRR und Latenz verständlich erklärt: Was G-Sync, FreeSync und V-Sync unterscheidet und welche Einstellung für welchen Monitor sinnvoll ist.

📅 18.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,076 Wörter
FPS & Performance
CNW Performance Lab 👁 2 Aufrufe

Tearing ohne Latenz-Falle: Was VRR wirklich bringt

G-Sync, FreeSync und V-Sync lösen dasselbe Problem auf verschiedene Weise. Einen passenden Monitor und eine Grafikkarte planst du im PC-Konfigurator.

Zerrissene Bilder (Tearing) entstehen, wenn die Grafikkarte ein neues Bild liefert, während der Monitor das alte noch aufbaut. Dagegen helfen V-Sync und die variable Bildwiederholrate (VRR), die als G-Sync oder FreeSync vermarktet wird. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede, die Latenzfrage und die Einrichtung. Quellen sind ein Latenztest von Igor's Lab (ohne Datum im Text; gemessen mit Overwatch und einer RTX 3080, also nicht aktuell) und die Meta-Beschreibung eines RTINGS-Beitrags (zuletzt geändert am 29.08.2025), dessen Haupttext wir nicht auswerten konnten. Alles andere stammt aus eigener Kenntnis und ist gekennzeichnet. Wir haben nichts selbst gemessen. Welche Monitore zu welchem Budget passen, steht in Monitor kaufen 2026.

Das Problem: Tearing und Ruckeln

Ein Monitor baut sein Bild mit fester Frequenz auf, zum Beispiel 144 Mal pro Sekunde. Die Grafikkarte liefert ihre Bilder unregelmäßig. Trifft ein neues Bild mitten in den Bildaufbau, sieht man einen Riss im Bild (eigene Kenntnis). Das fällt besonders auf, wenn die Bildrate unter oder über der Bildwiederholrate des Monitors liegt.

Die drei Ansätze im Überblick

TechnikFunktionsweise (eigene Kenntnis)Laut Quelle
V-SyncDie Grafikkarte wartet auf den Monitor, damit Bild und Aufbau zusammenpassenErhöht bei niedrigen Bildraten die Systemlatenz (Igor's Lab)
FreeSyncDer Monitor passt seine Bildwiederholrate an die Bildrate an (VRR)Laut Autor kein negativer Einfluss auf die Latenz, auch nicht bei 60 Hz
G-Sync / G-Sync CompatibleNvidias Variante von VRR; Compatible nutzt den offenen Adaptive-Sync-StandardAdaptive Sync verursacht laut Artikel keine zusätzliche Latenz
Kein SyncBilder werden sofort ausgegebenTearing möglich (eigene Kenntnis)

RTINGS beschreibt in seiner Meta-Beschreibung, VRR solle Tearing verringern, ohne Ruckeln oder zusätzliche Eingabeverzögerung einzuführen. Zu den Unterschieden zwischen FreeSync und G-Sync gibt der Seitenausschnitt, den wir auswerten konnten, keine Auskunft.

Was Igor's Lab misst

  • FreeSync hat keinen negativen Einfluss auf die Latenz, ein Grund, die Funktion abzuschalten, besteht demnach nicht.
  • FreeSync Premium deckt auf dem getesteten LG-Monitor 48 bis 144 FPS ab. Fällt die Bildrate darunter, greift Low Framerate Compensation (LFC), bei der Bilder mehrfach ausgegeben werden. Den Latenzeffekt von LFC hat der Test nicht gemessen.
  • FreeSync Premium Pro entspricht im Wesentlichen Premium, ergänzt um HDR-Unterstützung.
  • V-Sync erhöht bei niedrigen Bildraten die Latenz. Wer es nutzt, sollte laut Test das Framelimit deutlich unter 70 FPS setzen, sonst fallen einige Millisekunden mehr an.
  • Ohne VRR kann Tearing auftreten, wenn die Bildrate unter die Bildwiederholrate fällt.

Der Ausschnitt, den wir einsehen konnten, enthält keine vollständige Tabelle mit den G-Sync-Messwerten, obwohl der Titel diesen Vergleich ankündigt. Die Aussagen zu G-Sync stützen sich daher auf das Fazit, nicht auf eigene Zahlen. Das Fazit lautet: Adaptive Sync verursacht keine zusätzliche Latenz, V-Sync schon, sofern die Framerate nicht begrenzt wird.

Voraussetzungen für VRR

  • Ein Monitor mit FreeSync, G-Sync oder Adaptive Sync (siehe Datenblatt).
  • Eine passende Grafikkarte. Nvidia-Karten unterstützen G-Sync Compatible bei geeigneten Monitoren, AMD-Karten FreeSync (eigene Kenntnis).
  • Ein geeignetes Kabel, in der Regel DisplayPort oder HDMI 2.1, siehe HDMI oder DisplayPort.
  • Aktueller Grafiktreiber, siehe Treiber aktualisieren.

Ob VRR bei dir aktiv ist, prüfst du in den Treibereinstellungen. Dort gibt es einen Schalter für G-Sync oder FreeSync, und das Menü des Monitors zeigt oft ebenfalls eine Option (eigene Kenntnis).

Empfohlene Einstellungen (eigene Einschätzung)

SituationVorschlag
Monitor mit VRR und Bildrate schwanktVRR einschalten, Bildrate knapp unter der Monitorfrequenz begrenzen
Kein VRR, Tearing störtV-Sync einschalten und Bildrate begrenzen
Kein VRR, Tearing egal, minimale Latenz gewünschtSync aus, Bildrate offen, bei Nvidia Reflex nutzen
Sehr niedrige BildratenLFC beachten, bei Bedarf Details senken

Die Empfehlung, die Bildrate knapp unter der Bildwiederholrate zu deckeln, ist weit verbreitet, gilt aber als Erfahrungswert und nicht als allgemeine Regel (eigene Einschätzung). Mehr zur Latenz und zu Reflex steht in Nvidia Reflex und Anti-Lag.

Fehler und Stolpersteine

  • VRR funktioniert nur innerhalb des Frequenzbereichs des Monitors. Darunter greift LFC oder es kommt zu Tearing (Igor's Lab).
  • Mehrere Monitore mit unterschiedlichen Frequenzen können VRR stören (eigene Einschätzung).
  • Manche Monitore flackern bei stark schwankender Bildrate (eigene Einschätzung, vom Modell abhängig).
  • Ein Framelimiter und V-Sync gleichzeitig verändern das Verhalten, teste jeweils einzeln.

Wie du Bildrate und Latenz im Spiel einblendest, beschreibt FPS anzeigen. Bei Ruckeln trotz hoher FPS lohnt der Blick auf 1 % Lows und Frametimes.

Kaufentscheidung: Muss es G-Sync sein?

Nach unserer Einschätzung ist VRR für Spieler mit schwankender Bildrate eine der nützlichsten Funktionen, unabhängig vom Etikett. Wichtig ist, dass Monitor und Grafikkarte sich verstehen. Achte im Datenblatt auf den VRR-Bereich und prüfe Testberichte, ob der Monitor mit deiner Karte sauber läuft. Gerade bei günstigen Modellen schwanken Umfang und Qualität der Umsetzung (eigene Einschätzung).

Ein Gedankenbeispiel (eigene Einschätzung)

Angenommen, ein Spiel läuft auf deinem 144-Hz-Monitor mal mit 90, mal mit 130 FPS. Ohne Synchronisation entstehen Risse, mit V-Sync springt die Bildrate zwischen Stufen, und die Eingabe fühlt sich verzögert an. Mit VRR folgt der Monitor der Grafikkarte, das Bild bleibt glatt, und die Latenz steigt nicht an (Igor's Lab). Das erklärt, warum VRR gerade bei schwankenden Bildraten so beliebt ist. Bei konstant hohen Bildraten über der Monitorfrequenz bringt VRR dagegen wenig.

Bildrate begrenzen: Warum und wie

Ein Limit knapp unter der maximalen Bildwiederholrate hält die Bildrate im VRR-Bereich des Monitors. Du kannst es im Spiel, im Grafiktreiber oder mit einem Overlay-Programm setzen (eigene Kenntnis). Damit vermeidest du das Verlassen des Bereichs, in dem VRR arbeitet. Gleichzeitig sinken Stromverbrauch und Lautstärke der Grafikkarte, was bei lästigem Spulenfiepen helfen kann, siehe Spulenfiepen der Grafikkarte.

Test zu Hause: Merkst du den Unterschied?

Schalte VRR in den Treibereinstellungen ab und wieder an und spiele dieselbe Szene. Achte auf Risse bei schnellen Kameraschwenks und auf das Gefühl der Maus (eigene Empfehlung). So findest du heraus, ob dir die Funktion wichtig ist, ohne Messgerät.

Häufige Fragen

Erhöht FreeSync die Latenz?

Laut Igor's Lab nein, auch nicht bei 60 Hz.

Soll ich V-Sync nutzen?

Bei niedrigen Bildraten erhöht V-Sync die Latenz. Mit VRR und einem Framelimit kannst du es oft vermeiden.

Was ist LFC?

Low Framerate Compensation gibt Bilder mehrfach aus, wenn die Bildrate unter den VRR-Bereich fällt.

Sind die Messwerte aktuell?

Nein, sie stammen aus einem Test mit RTX 3080 und sind kein Maßstab für heutige Hardware.

Flüssiges Bild ohne Risse

VRR und ein sinnvolles Framelimit sind meist die beste Kombination.

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