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Treiber zurücksetzen: Rollback im Geräte-Manager und Alternativen

Neuer Treiber, neue Probleme? So setzt du im Geräte-Manager den vorherigen Treiber ein und nutzt Deinstallation, Wiederherstellungspunkt und pnputil als Ausweg.

📅 22.10.2026 🔄 Aktualisiert: 24.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,119 Wörter
Windows & Software
Autor: Kujtim Dubovci 👁 8 Aufrufe

Treiber zurücksetzen: Rollback im Geräte-Manager und weitere Wege

Funktioniert ein Gerät nach einem Treiberupdate schlechter, setzt du im Geräte-Manager auf der Registerkarte „Treiber“ den vorherigen Treiber wieder ein. Ist die Schaltfläche grau, helfen Deinstallation, Wiederherstellungspunkt oder pnputil.

Ein neuer Treiber soll Fehler beheben und Leistung bringen. Manchmal bewirkt er das Gegenteil: Der Ton knackt, WLAN bricht ab, der Bildschirm flackert oder ein Spiel stürzt ab. Dann ist der Rückweg zum alten Treiber die schnellste Lösung. Dieser Ratgeber zeigt, wie du das machst, was du tun kannst, wenn die Rollback-Funktion nicht verfügbar ist, und wie du dich vor Fehlern schützt.

Wann sich ein Rollback lohnt

  • Ein Problem begann direkt nach einem Treiber- oder Windows-Update.
  • Ein Gerät funktioniert nicht mehr oder zeigt Fehlercodes.
  • Die Leistung ist gesunken, etwa weniger Bildrate nach einem Grafiktreiber-Update.
  • Bluetooth, WLAN, Ton oder Touchpad verhalten sich anders als zuvor.
  • Das System zeigt nach dem Update Bluescreens.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob der Treiber schuld ist, schaue, wann das Problem zum ersten Mal auftrat. Die Ereignisanzeige hilft bei der Eingrenzung, wie in Windows-Ereignisanzeige: Fehler lesen beschrieben.

Methode 1: Vorheriger Treiber im Geräte-Manager

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf das Startsymbol und wähle „Geräte-Manager“.
  2. Klappe die passende Kategorie auf, zum Beispiel „Grafikkarten“, „Audio-, Video- und Gamecontroller“ oder „Netzwerkadapter“.
  3. Klicke das Gerät mit der rechten Maustaste an und wähle „Eigenschaften“.
  4. Wechsle zur Registerkarte „Treiber“.
  5. Klicke auf „Vorheriger Treiber“ und bestätige die Rückfrage. Gib bei der Frage nach dem Grund eine beliebige Antwort an.
  6. Starte den Rechner neu, wenn Windows dazu auffordert.

Die Schaltfläche ist nur aktiv, wenn Windows den früheren Treiber gespeichert hat. Hast du ihn schon vor längerer Zeit gewechselt oder wurde er bereinigt, ist sie grau. In dem Fall nutzt du eine der folgenden Methoden.

Methode 2: Gerät und Treiber deinstallieren

Mit der Deinstallation entfernst du den fehlerhaften Treiber und lässt Windows einen passenden neu installieren.

  1. Klicke das Gerät im Geräte-Manager mit der rechten Maustaste an und wähle „Gerät deinstallieren“.
  2. Setze, sofern angeboten, das Häkchen bei „Versuchen, den Treiber für dieses Gerät zu entfernen“.
  3. Bestätige und starte den Rechner neu.
  4. Windows erkennt das Gerät beim Start und installiert einen Treiber, meist einen allgemeinen oder den bei Windows Update hinterlegten.
  5. Installiere bei Bedarf eine ältere, bekannte stabile Version von der Herstellerseite.

Für Grafikkarten gibt es eine gründlichere Methode, die alle Reste des Treibers entfernt. Sie wird in Grafiktreiber sauber installieren mit DDU beschrieben. Nutze sie, wenn nach einem Wechsel noch Fehler bleiben.

Methode 3: Treiber über Windows Update zurückholen

Treiber werden teils über Windows Update installiert. Prüfe unter „Windows Update“ und „Updateverlauf“ den Eintrag „Treiberupdates“. Du siehst dort, welcher Treiber wann installiert wurde. Ein Treiber lässt sich in der Regel nicht einzeln aus dem Verlauf entfernen, aber du erkennst, ob ein Update der Auslöser war. Unter „Erweiterte Optionen“ und „Optionale Updates“ bietet Windows weitere Treiber an. Ob du sie installierst, entscheidest du selbst. Mehr zur Verwaltung steht in Treiber aktualisieren unter Windows 11.

Methode 4: Wiederherstellungspunkt nutzen

Die Systemwiederherstellung setzt Treiber, Registrierung und Systemdateien auf einen früheren Zeitpunkt zurück, ohne persönliche Dateien zu verändern. Gib im Startmenü „Wiederherstellungspunkt erstellen“ ein, wähle „Systemwiederherstellung“ und suche einen Punkt vor dem Problem aus. Windows legt vor größeren Änderungen oft selbst Punkte an, sofern der Schutz für das Systemlaufwerk aktiviert ist. Lege vor Treiberwechseln am besten einen eigenen Punkt an.

Methode 5: Treiber per Eingabeaufforderung entfernen

Mit dem Werkzeug pnputil verwaltest du den Treiberspeicher. Öffne eine Eingabeaufforderung als Administrator.

  1. Zeige alle Treiberpakete mit pnputil /enum-drivers an. Jedes Paket hat einen Namen wie oem12.inf, dazu Hersteller und Version.
  2. Entferne ein Paket mit pnputil /delete-driver oem12.inf /uninstall. Ersetze den Namen durch den richtigen.
  3. Bei Bedarf hilft der zusätzliche Schalter /force, wenn der Treiber noch in Verwendung ist.
  4. Starte den Rechner neu.

Diese Methode ist für Fortgeschrittene. Wer das falsche Paket entfernt, kann Geräte außer Betrieb setzen. Notiere dir deshalb vorher, was du löschst.

Wenn Windows nicht mehr startet

Verursacht ein Treiber einen Bluescreen schon beim Start, hilft der abgesicherte Modus. Dort laden nur Basistreiber, und du kannst im Geräte-Manager den Treiber zurücksetzen oder deinstallieren. Den Zugang zu den Startoptionen erreichst du über die Wiederherstellungsumgebung, die du bei mehreren fehlgeschlagenen Starts automatisch bekommst. Details zu den Ursachen gibt Grafiktreiber reagiert nicht: TDR-Fehler beheben.

Automatische Treiberupdates durch Windows Update begrenzen

Windows aktualisiert Treiber automatisch. Wenn dir das nicht gefällt, weil ein Treiber immer wieder ersetzt wird, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Updates zeitweise pausieren, damit du Zeit zum Testen hast. Das beschreibt Windows-11-Updates pausieren.
  • In Windows Pro über die Gruppenrichtlinie festlegen, dass Treiber nicht in Qualitätsupdates enthalten sind. Damit installiert Windows Update keine Treiber mehr automatisch, Updates der Hersteller musst du dann selbst einspielen.

Beachte, dass Sicherheitsupdates weiter wichtig bleiben. Verzichte nicht dauerhaft auf Updates, nur weil ein Treiber Ärger macht.

Vorsorge: So gehst du bei Treiberwechseln vor

  • Lege vor jedem größeren Treiberupdate einen Wiederherstellungspunkt an.
  • Notiere die aktuelle Treiberversion, damit du sie bei Bedarf wieder findest.
  • Lade die ältere Version, mit der alles funktionierte, von der Herstellerseite herunter und bewahre sie auf.
  • Aktualisiere nur einen Treiber auf einmal, damit du die Ursache eines Problems sicher zuordnen kannst.
  • Installiere neue Grafiktreiber nicht unmittelbar vor wichtigen Terminen.
  • Eine Checkliste für ein frisches System findest du in Neuer Gaming-PC: Ersteinrichtung.

Typische Geräte und was zu beachten ist

GerätTypische Folge eines schlechten TreibersEmpfehlung
GrafikkarteAbstürze, Bildfehler, weniger LeistungRollback oder sauberes Neuinstallieren der Version, die stabil lief
AudioKnacken, Aussetzer, kein TonVorherigen Treiber einsetzen oder den Treiber von Windows nutzen
WLAN und BluetoothVerbindungsabbrücheTreiber des Geräteherstellers neu installieren
ChipsatzInstabilität, hohe AuslastungVersion des Mainboard-Herstellers verwenden
Touchpad und EingabeGesten funktionieren nichtTreiber zurücksetzen oder Hersteller-Treiber installieren

Bluetooth-Probleme speziell behandelt Bluetooth am PC funktioniert nicht.

Häufige Fragen

Warum ist „Vorheriger Treiber“ grau?

Windows hat keinen früheren Treiber gespeichert, etwa weil die Installation sauber erfolgte oder bereinigt wurde. Nutze dann Deinstallation oder Wiederherstellungspunkt.

Löscht ein Rollback meine Daten?

Nein. Es betrifft nur den Treiber des Geräts.

Sollte ich immer den neuesten Treiber nehmen?

Nicht zwingend. Läuft alles stabil, ist ein Update oft nicht nötig. Aktualisiere bei konkreten Gründen wie Fehlerbehebungen oder neuer Hardware.

Kann Windows den Treiber danach wieder austauschen?

Ja, wenn Windows Update einen neueren Treiber findet. Pausiere Updates oder schließe Treiber über Richtlinien aus, wenn du das verhindern willst.

Zurück zum stabilen Stand

Erst Rollback, dann Deinstallation, dann Wiederherstellungspunkt. So behebst du die meisten Treiberprobleme ohne Neuinstallation von Windows.

Zum PC-Konfigurator Treiber aktualisieren Grafiktreiber sauber installieren

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