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Raytracing und Path Tracing: Lohnt sich das und welche GPU reicht?

Raytracing und Path Tracing erklärt: Was es an FPS kostet, welche Grafikkarte in welcher Auflösung reicht und wann du es besser ausschaltest.

📅 18.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,001 Wörter
FPS & Performance
CNW Performance Lab 👁 5 Aufrufe

Grafikkarte für Raytracing wählen

Im PC-Konfigurator findest du Karten, die Raytracing in deiner Auflösung flüssig schaffen.

Raytracing sieht in Trailern fantastisch aus, kostet aber Bildrate. Und seit Path Tracing in großen Spielen angekommen ist, fragt sich jeder: Brauche ich das, und welche Grafikkarte schafft es überhaupt? Dieser Ratgeber erklärt den Unterschied zwischen Raytracing und Path Tracing, was es an FPS kostet, welche Karten sinnvoll sind und wann du es besser abschaltest. Als Quellen nutzen wir den Test der GeForce RTX 5060 Ti 16GB von PC Games Hardware (Seite zu Pathtracing, veröffentlicht am 16.04.2025) und einen Guide des Händlers Evetech (aktualisiert Mai 2026). Letzterer stammt von einem Händler, der Grafikkarten verkauft. Seine Prozentwerte sind Richtwerte und nicht unabhängig gemessen. Die FPS-Zahlen aus dem PCGH-Test stehen in Diagrammen, die wir nicht vorliegen haben, deshalb nennen wir hier keine Messwerte daraus. Eigene Einschätzungen kennzeichnen wir. Zur Frage, wie du Bildrate zurückholst, siehe DLSS, FSR und XeSS im Vergleich.

Raytracing und Path Tracing: der Unterschied

Raytracing berechnet, wie Licht sich in einer Szene ausbreitet. Evetech nennt vier typische Effekte: Reflexionen, Schatten, Umgebungsverdeckung und globale Beleuchtung. Klassische Spiele täuschen diese Effekte mit vorberechneten Texturen und Tricks vor. Path Tracing geht weiter und verfolgt viele Lichtpfade, um die Szene nahezu komplett physikalisch zu beleuchten. Es ist die rechenintensivste Variante. In der Praxis laufen die meisten Spiele mit einer Mischung aus klassischer Darstellung und einzelnen Raytracing-Effekten (eigene Beschreibung).

Was kostet Raytracing an Leistung?

StufeFPS-Verlust laut Evetech (ohne Upscaling)
RT niedrig (nur Reflexionen)ca. 15 bis 25 Prozent
RT mittel (Reflexionen und Schatten)ca. 25 bis 40 Prozent
RT hochca. 35 bis 50 Prozent
RT Ultraca. 45 bis 65 Prozent
Path Tracingca. 70 bis 85 Prozent

Der Guide merkt selbst an, dass DLSS oder FSR im Quality-Modus einen Großteil davon zurückholen können und Frame Generation die angezeigten FPS stark erhöhen kann. Er nennt in der Zusammenfassung 30 bis 50 Prozent für normales Raytracing, was nicht ganz zur Ultra-Zeile der eigenen Tabelle passt. Behandle die Werte als grobe Größenordnung.

Welche Grafikkarte für welche Stufe?

Evetech ordnet die Karten so ein (Händlerangaben, nicht unabhängig geprüft):

ZielGenannte Karten
Raytracing in Full HD, EinstiegRTX 4060/5060 oder RX 7600/9060
Raytracing in 1440pRTX 4070/5070 oder RX 7800 XT/9070
RT hoch in 1440pRTX 4070 Ti/5070 Ti oder RX 7900 XT/9070 XT
4K mit DLSS QualityRTX 4080/5080 oder RX 7900 XTX/9070 XT
Path Tracing in 1440p mit DLSSRTX 4080 oder 5080 und aufwärts (AMD als Schwachpunkt beschrieben)
Path Tracing in 4K nativRTX 5090

PC Games Hardware sieht Path Tracing auf Mittelklassekarten nur in Full HD oder in 1440p mit starkem Upscaling wie DLSS Performance als realistisch an. Die RTX 5060 Ti 16GB lag dort etwa gleichauf mit der RX 7900 XTX und der RX 9070, im unteren Teil des Gesamtindex. Die Karten mit 8 oder 12 GiB seien langsamer und lieferten eine schlechtere Bildqualität. Der Test nennt außerdem Vorgaben: Indiana Jones and the Great Circle verlangt für Path Tracing eine GeForce RTX mit mindestens 11 GiB oder eine Arc/Radeon mit mindestens 16 GiB und kam deshalb nur für diese Karten in den Index. Eine Karte mit viel Speicher ist also nicht nur Luxus, siehe 16 oder 24 GB VRAM und 8 GB VRAM.

Aus dem Test: Die Spiele für Path Tracing waren Alan Wake 2, Black Myth: Wukong, Cyberpunk 2077, Half-Life: Ray Traced, Indiana Jones and the Great Circle, Portal RTX, Quake 2 RTX und Star Wars Outlaws. Das zeigt, wie begrenzt der Kreis ist. Die meisten großen Spiele bieten keine Path-Tracing-Option.

Wann Raytracing sich lohnt

Evetech empfiehlt Raytracing vor allem für Einzelspieler-AAA-Titel in 1440p mit Upscaling auf Karten ab RTX 4070 oder RX 9070. Es wirke besonders bei Glas, Wasser, nassen Straßen, dunklen Innenräumen und Nachtszenen. Bei Kompetitiv-Shootern empfiehlt der Guide, es abzuschalten. In hellen Außenszenen und stilisierten Spielen bringe es wenig. Das deckt sich mit unserer Einschätzung: Wer hohe Bildraten und geringe Latenz braucht, verzichtet darauf. Wer langsamere Spiele für die Optik genießt, schaltet es ein. Der Händler schreibt außerdem, ein erheblicher Teil der ausgelieferten PCs laufe mit abgeschaltetem Raytracing. Diese Anekdote ist intern und nicht überprüfbar.

So findest du die richtigen Einstellungen

  1. Starte mit Raytracing aus und miss die Bildrate (Benchmark im Spiel oder Overlay).
  2. Schalte einzelne Effekte ein, meist Reflexionen und Schatten, und vergleiche die FPS.
  3. Aktiviere Upscaling in „Quality“ und ggf. Frame Generation, siehe Reflex, Anti-Lag und Frame Generation.
  4. Prüfe, ob du den Unterschied im Spiel siehst. Wenn nicht, bleibt es aus.
  5. Begrenze die Bildrate passend zum Monitor, siehe Monitor, FPS-Limit und VRR.

Nebenwirkungen: Hitze, Strom und Netzteil

Raytracing lastet die Grafikkarte stärker aus und erhöht Verbrauch und Wärme. Bei Stromhunger und Netzteil helfen Wie viel Watt braucht mein PC und Stromkosten Gaming-PC. Wer Hitze und Verbrauch senken will, findet in Undervolting Ansätze. Bei den neuen Stromsteckern siehe 12V-2x6.

Beispiele für Kaufentscheidungen

  • Du spielst hauptsächlich Shooter online: Raytracing ist zweitrangig, setze auf Rohleistung und Bildrate.
  • Du liebst Einzelspieler-Abenteuer in 1440p: Eine Karte der oberen Mittelklasse mit 16 GB Speicher ist sinnvoll, siehe RTX 5070 gegen 5070 Ti.
  • Du willst Path Tracing: Plane die Oberklasse ein und akzeptiere, dass nur wenige Spiele es bieten.
  • Du hast eine ältere Karte: Prüfe vor dem Wechsel Upgrade von der RTX 3070.

Häufige Fragen

Brauche ich Raytracing für neue Spiele?

Nein, es ist optional. Einige Spiele nutzen es stärker, aber es lässt sich in den Einstellungen reduzieren oder abschalten.

Sind AMD-Karten schlechter bei Raytracing?

Evetech nennt AMD bei Path Tracing als Schwachpunkt. Der PCGH-Test zeigt immerhin, dass eine RX 9070 etwa auf dem Niveau der RTX 5060 Ti 16GB lag. Vergleiche aktuelle Tests für dein Wunschmodell.

Was ist Path Tracing?

Eine noch aufwendigere Variante von Raytracing, die Licht in der gesamten Szene physikalisch berechnet. Sie kostet laut Evetech etwa 70 bis 85 Prozent der FPS.

Lohnt sich Raytracing in Full HD?

Es ist möglich, wenn die Karte genug Reserven hat. Mit Einstiegskarten wird Path Tracing aber schnell zur Diashow.

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