PC-Hardware auslesen unter Windows 11: CPU, RAM, GPU
PC-Hardware unter Windows 11 auslesen: Prozessor, RAM, Grafikkarte und Mainboard mit Bordmitteln finden, dazu Befehle, Detailprogramme und Grenzen der Software.
PC-Hardware auslesen unter Windows 11: Prozessor, RAM, Grafikkarte und Mainboard finden
Welche CPU steckt im Rechner, wie viel RAM, welche Grafikkarte? Windows liefert die Antworten ohne Zusatzprogramm. Wir zeigen die Wege und ihre Grenzen. Deinen nächsten PC stellst du im PC-Konfigurator zusammen.
Vor einem Aufrüsten, beim Kauf von Spielen oder beim Verkauf eines Rechners musst du wissen, was drinsteckt. Windows 11 zeigt viele Daten selbst an: Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Windows-Version. Für Details zu Mainboard, Netzteil und einzelnen Modulen braucht es etwas mehr Aufwand. Hier die wichtigsten Wege im Überblick.
Die Übersicht in den Einstellungen
- Öffne die Einstellungen mit Windows + I.
- Wähle „System“ und scrolle nach unten zu „Info“.
- Unter „Gerätespezifikationen“ findest du Prozessor, installierten RAM, Systemtyp und die Gerätekennung.
- Weiter unten stehen die Windows-Spezifikationen mit Edition, Version und Build.
Das reicht für die meisten Fragen im Alltag: Welcher Prozessor, wie viel Arbeitsspeicher, 64-Bit-System, welche Windows-Version. Notiere dir den Prozessornamen genau, denn er entscheidet über Kompatibilität bei Mainboards und Kühlern.
Grafikkarte und Audiogeräte: dxdiag
- Gib im Startmenü „dxdiag“ ein und bestätige mit Enter.
- Im Reiter „System“ siehst du allgemeine Informationen.
- Im Reiter „Anzeige“ steht die Grafikkarte mit Hersteller, Speicher und Treiberversion.
- Im Reiter „Sound“ findest du die Audiogeräte.
Mit mehreren Grafikchips, zum Beispiel einer integrierten und einer dedizierten Grafikkarte, zeigt dxdiag mehrere Anzeige-Reiter. Prüfe, welche Karte dein Spiel tatsächlich nutzt. Die Anzeige der Treiberversion hilft dir beim Prüfen, ob dein Treiber aktuell ist; Hinweise zum Aktualisieren stehen in Treiber aktualisieren unter Windows 11.
Systeminformationen: die Detailsicht
Suche im Startmenü nach „Systeminformationen“. Das Programm, auch als msinfo32 bekannt, zeigt im Hauptfenster eine Zusammenfassung mit Hersteller, Modell, BIOS-Version, Prozessor und Arbeitsspeicher. In der Seitenleiste öffnest du unter „Komponenten“ weitere Bereiche wie Anzeige, Speicher und Netzwerk. Hier findest du auch Angaben zum BIOS, die vor einem Update wichtig sind; mehr dazu in BIOS-Update durchführen: Wann sinnvoll?.
Task-Manager: Was läuft gerade?
Der Task-Manager zeigt im Reiter „Leistung“ die Auslastung und die Modelle von Prozessor, Arbeitsspeicher, Datenträgern, Netzwerk und Grafikkarte, bei Bedarf mit Temperatur der Grafikkarte. Das ist praktisch, um zu sehen, ob die Hardware voll ausgelastet ist oder Reserven hat. Wie du die Werte liest, erklärt Task-Manager und Ressourcenmonitor lesen.
Befehle: systeminfo und Get-ComputerInfo
- In der Eingabeaufforderung gibst du „systeminfo“ ein und erhältst eine Textauflistung mit Betriebssystem, Prozessor, Arbeitsspeicher, BIOS und Netzwerk.
- In der PowerShell liefert „Get-ComputerInfo“ ähnliche Informationen in strukturierter Form.
- Mit „systeminfo >info.txt“ schreibst du die Ausgabe in eine Textdatei, die du speichern oder an den Support schicken kannst.
Übersicht: Wo finde ich was?
| Was | Wo |
|---|---|
| Prozessor, RAM, Windows-Version | Einstellungen, System, Info |
| Grafikkarte, Treiberversion | dxdiag, Reiter Anzeige |
| Mainboard-Hersteller und Modell | Systeminformationen, Hauptfenster |
| BIOS-Version | Systeminformationen, Hauptfenster |
| Datenträger und Auslastung | Task-Manager, Reiter Leistung |
| Gesamtliste per Text | systeminfo in der Eingabeaufforderung |
| Sehr detaillierte Analyse | Drittanbieter-Programme wie HWiNFO |
Drittanbieter-Programme für Details
Für Informationen wie RAM-Hersteller, genaue Taktraten, Sensorwerte und Seriennummern gibt es kostenlose Programme. HWiNFO ist ein verbreitetes Beispiel: Du lädst es von der offiziellen Seite des Entwicklers, startest es als Administrator und klickst auf „Start“. In mehreren Reitern siehst du dann Details zu jeder Komponente, einschließlich Temperaturen und Spannungen. Verwende Programme nur aus vertrauenswürdigen Quellen und lade sie nicht über Werbeanzeigen herunter.
Was sich per Software nicht auslesen lässt
Das Netzteil lässt sich mit keinem dieser Wege zuverlässig ermitteln. Wattzahl und Hersteller stehen auf dem Aufkleber des Netzteils; dafür musst du das Gehäuse öffnen. Das gilt auch für den Kühler, die Gehäuselüfter und die Gehäusemaße. Bei Notebooks findest du Modell und Seriennummer auf dem Typenschild an der Unterseite. Der Stromverbrauch deines Systems lässt sich grob mit einem Messgerät an der Steckdose ermitteln; Einordnung in Stromkosten Gaming-PC.
Hardware prüfen vor dem Aufrüsten
- Lies Prozessor, Mainboard und BIOS-Version aus, bevor du eine neue CPU kaufst.
- Prüfe, welche RAM-Module verbaut sind, bevor du Arbeitsspeicher ergänzt; Hinweise zu Takt und Profilen enthält XMP und EXPO aktivieren.
- Schau auf die Anschlüsse am Mainboard, bevor du eine SSD kaufst; Unterschiede erklärt NVMe oder SATA.
- Prüfe die Treiberversion der Grafikkarte, bevor du ein neues Spiel installierst.
- Sichere Daten, bevor du Hardware wechselst.
Beispiel: Angaben für den Support
Ein Hersteller-Support verlangt Angaben zu deinem Rechner. Du öffnest die Einstellungen unter System, Info und notierst Prozessor, RAM und Windows-Version. Danach startest du dxdiag, speicherst mit „Alle Informationen speichern“ eine Textdatei und hängst sie an die Anfrage an. Der Support hat alles, was er braucht, ohne dass du Komponenten einzeln abtippen musst.
Checkliste
- Einstellungen, System, Info geöffnet?
- Grafikkarte und Treiber mit dxdiag geprüft?
- Mainboard und BIOS in den Systeminformationen notiert?
- Auslastung im Task-Manager beobachtet?
- Bei Bedarf ein Detailprogramm genutzt?
- Netzteil und Kühler am Gehäuse selbst geprüft?
Seriennummer und Garantie
Bei Fertigsystemen und Notebooks brauchst du für Garantie und Support häufig die Seriennummer. Sie steht meist auf einem Aufkleber am Gehäuse oder an der Unterseite. Bei einigen Herstellern kannst du sie auch in der Systemsoftware oder im BIOS ablesen. Notiere dir Modell und Seriennummer und bewahre sie zusammen mit dem Kaufbeleg auf; ein Foto vom Typenschild genügt.
Wenn du den Rechner selbst zusammengebaut hast, hast du keine einzelne Seriennummer, sondern eine pro Komponente. Eine Liste mit Kaufdatum und Händler pro Teil erleichtert Garantiefälle. Prüfe auch die Garantiebedingungen: Bei Selbstbau gelten für jedes Bauteil eigene Fristen.
Wer ein System verkaufen will, kann die ausgelesenen Daten direkt in die Anzeige übernehmen: Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte, Datenträger und Windows-Version. Käufer schätzen genaue Angaben, und du vermeidest Rückfragen. Vor dem Verkauf solltest du Daten sicher löschen; die Schritte beschreibt der Beitrag zum Verkauf eines alten PCs.
Kurz gemerkt
Einstellungen, System, Info liefert die Grunddaten, dxdiag die Grafikkarte, die Systeminformationen das Mainboard und die BIOS-Version. Für Details helfen Drittanbieter-Programme, für das Netzteil musst du das Gehäuse öffnen.
Speichere die Ausgaben als Textdatei und lege sie zu deinen Unterlagen. Wenn du später aufrüstest oder Support brauchst, hast du alle Angaben griffbereit. Aktualisiere die Datei nach jeder größeren Änderung, damit sie zum aktuellen Stand passt.
Häufige Fragen
Wie finde ich schnell heraus, welche Grafikkarte ich habe?
Starte dxdiag und öffne den Reiter „Anzeige“. Dort steht die Grafikkarte mit Treiberversion.
Kann ich mein Netzteil per Software auslesen?
Nein. Wattzahl und Modell stehen auf dem Aufkleber am Netzteil.
Wo steht die BIOS-Version?
In den Systeminformationen im Hauptfenster.
Wissen, was drinsteckt
Mit Bordmitteln kennst du Prozessor, RAM und Grafikkarte in einer Minute und planst Upgrades sicher.
Zum PC-Konfigurator BIOS-Update durchführen Task-Manager lesen
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