Mindfactory Mai 2026: AMD 90 Prozent, 9800X3D vorn
Mindfactory-Zahlen für Mai 2026: AMD mit 90,3 Prozent, der Ryzen 7 9800X3D vorn, AM5 klar vor AM4. Was die Daten sagen und was nicht.
Mindfactory-Verkaufszahlen Mai 2026: Was Käufer wirklich bestellen
Ein Händler, eine Datenreihe, ein klares Bild: AMD dominiert die Verkäufe, der Ryzen 7 9800X3D führt, und der Markt ist stark eingebrochen. Wir zeigen die Zahlen, ihre Grenzen und was du daraus für deinen Kauf ableiten kannst. Den Prozessor wählst du im PC-Konfigurator.
Verkaufszahlen verraten, was Käufer tatsächlich kaufen, nicht was Tests empfehlen. PCGH hat am 05.06.2026 Daten ausgewertet, die TechEpiphany für den Händler Mindfactory zusammenstellt, und die Zahlen für Mai 2026 genannt. Das ist die Sicht auf einen einzigen deutschen Händler. Sie ist nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt, kann aber Trends zeigen. Wir haben die Daten nicht selbst erhoben; Berechnungen daraus sind als eigene Rechnung gekennzeichnet.
Die Eckdaten
| Kennzahl | Wert (Mai 2026) |
|---|---|
| Verkaufte Prozessoren | 2.835 |
| Entwicklung seit Jahresbeginn | etwa −75 % |
| Anteil AMD an den Stückzahlen | 90,3 % |
| Anteil Sockel AM5 | 81,1 % |
| Anteil Sockel AM4 | 9,2 % |
Eigene Rechnung: Wenn AMD 90,3 Prozent erreicht, bleiben für Intel rund 9,7 Prozent. Das sind etwa 275 Prozessoren von 2.835. Zugleich stimmt 81,1 plus 9,2 gleich 90,3, die AMD-Verkäufe verteilen sich also auf AM5 und AM4.
Die meistverkauften Modelle
| Platz | Prozessor | Stück | Anteil (eigene Rechnung) |
|---|---|---|---|
| 1 | Ryzen 7 9800X3D | 810 | 28,6 % |
| 2 | Ryzen 7 7800X3D | 270 | 9,5 % |
| 3 | Ryzen 7 9850X3D | 190 | 6,7 % |
| 4 | Ryzen 9 9950X3D | 180 | 6,3 % |
| 5 | Ryzen 5 9600X | 150 | 5,3 % |
Die Stückzahlen stammen aus dem PCGH-Bericht, die Prozentwerte rechnen wir selbst (810 von 2.835 sind 28,6 Prozent). Auffällig: Vier der fünf Spitzenplätze gehören X3D-Modellen mit zusätzlichem Cache, die für Spiele ausgelegt sind. Warum das so ist, erklärt 3D V-Cache und X3D erklärt. Mit Platz 5, dem Ryzen 5 9600X, taucht ein günstiger Prozessor ohne X3D auf.
Wie man die Zahlen lesen sollte
- Ein Händler, nicht der Markt: Mindfactory ist ein beliebter Onlinehändler für Selbstbauer, aber nicht alle Käufer bestellen dort. Käufer von Fertig-PCs und Laptops fehlen komplett.
- Stückzahlen, nicht Umsatz: Wie viel Geld hinter den Zahlen steckt, ergibt sich daraus nicht.
- Ein Monat: Mai 2026 ist eine Momentaufnahme. Aktionen, Lieferengpässe oder Preissenkungen können sie stark beeinflussen.
- Der Einbruch von etwa 75 Prozent seit Jahresbeginn sagt, dass weniger Selbstbauer kaufen. Die Quelle nennt ihn; Ursachen leiten wir nur vorsichtig ab: Die Speicherkrise verteuert komplette Plattformen, siehe RAM- und SSD-Preiskrise 2026.
Was bedeutet das für deine Wahl?
Beliebtheit ist kein Qualitätsurteil, aber ein Hinweis. Wenn die meisten Selbstbauer zum 9800X3D greifen, liegt das vermutlich an seiner Spieleleistung. Ob er für dich richtig ist, hängt von Budget und Nutzung ab. Der Vergleich der Hersteller steht in Intel oder AMD 2026, eine Alternative von Intel in Core Ultra 270K Plus und 250K Plus. Wer mit knappem Budget plant, schaut auf günstige Einstiege wie den Ryzen 5 9600X oder auf ältere Plattformen, siehe Aufrüsten mit AM4 und DDR4.
| Dein Ziel | Was die Verkaufszahlen nahelegen (eigene Einschätzung) |
|---|---|
| Maximale Spieleleistung | X3D-Modelle sind gefragt; Preis und Verfügbarkeit prüfen |
| Preiswerter Einstieg | Ryzen 5 9600X ist unter den Bestsellern |
| Bestehender AM4-Rechner | AM4 hat noch 9,2 % Anteil; Aufrüsten kann sich lohnen |
| Arbeit und Spiele gemischt | 9950X3D als Option, aber teuer |
AM5 ist die Plattform der Gegenwart
Mit 81,1 Prozent der Verkäufe ist AM5 klar die Hauptplattform bei diesem Händler. Das bedeutet in der Praxis: Mainboards, Kühler und Zubehör sind breit verfügbar, und ein späterer Prozessorwechsel ist wahrscheinlich möglich, wenn AMD den Sockel weiter nutzt. Das ist eine Erwartung, die wir nicht belegen können. Der Haken sind DDR5-Preise: Sie treiben die Kosten einer AM5-Plattform, wie in unseren Beiträgen zur Speicherkrise beschrieben.
Preise vor dem Kauf prüfen
Die Daten sagen nichts über die aktuellen Preise. Vergleiche vor dem Kauf mehrere Händler und den Preisverlauf der letzten Wochen. Vorsicht bei auffällig günstigen Angeboten, siehe Fake-Shops erkennen. Beachte außerdem Kompatibilität: Mainboard, BIOS-Version und Kühler müssen passen. Wie der Einbau gelingt, zeigt CPU und Kühler einbauen.
Was ein Einbruch um 75 Prozent bedeuten kann
Wenn ein Händler binnen weniger Monate drei Viertel seiner Prozessorverkäufe verliert, sind mehrere Erklärungen denkbar, und die Quelle legt sich nicht fest. Möglich sind hohe Plattformkosten durch teuren Arbeitsspeicher, Kaufzurückhaltung, Verlagerung zu anderen Händlern oder ein Vorjahreszeitraum mit besonderen Aktionen. Wir können keine davon belegen. Für dich als Käufer ist wichtig: Ein schwacher Markt bedeutet nicht automatisch sinkende Preise. Hersteller und Händler können Mengen drosseln, statt Preise zu senken. Das ist ein allgemeiner Mechanismus (eigene Einschätzung), keine Aussage über einzelne Modelle.
X3D oder nicht: eine Kaufhilfe
Die Verkaufszahlen laden zum Nachahmen ein, aber nicht jeder profitiert gleich. X3D-Prozessoren bringen vor allem in Spielen Vorteile, wenn die CPU der Engpass ist. Bei hohen Auflösungen und schwacher Grafikkarte begrenzt die Grafikkarte, und der Aufpreis für den Cache verpufft. Für Büro, Surfen und Streaming genügt ein günstigerer Prozessor. Entscheidend ist die Kombination: Eine starke CPU mit einer schwachen GPU ist ein Fehlkauf, wie bei Bottlenecks beschrieben, siehe Was ist ein Bottleneck?.
| Nutzung | Passender Typ (eigene Einschätzung) |
|---|---|
| Spiele in 1080p oder 1440p mit starker Grafikkarte | X3D-Modell lohnt sich |
| Spiele in 4K mit mittlerer Grafikkarte | Günstigerer Prozessor reicht oft |
| Videoschnitt, Rendering | Viele Kerne wichtiger als Cache |
| Büro und Alltag | Einstiegsmodell wie der Ryzen 5 9600X reicht |
Die Plattform gehört dazu
Ein Prozessor kommt nie allein. Du brauchst ein passendes Mainboard, DDR5-Speicher und einen Kühler. Prüfe, ob das Mainboard den Prozessor ohne BIOS-Update erkennt; manchmal ist eine neue Firmware nötig, siehe BIOS-Update durchführen. Kalkuliere die Kosten der ganzen Plattform, nicht nur der CPU: Bei den aktuellen Speicherpreisen kann der Arbeitsspeicher einen großen Teil des Budgets ausmachen. Den Überblick über die Entwicklung gibt Wann sinken die RAM-Preise?.
Zum Schluss ein Hinweis zur Datenlage: Die Zahlen stammen aus Auswertungen, die auf öffentlich sichtbaren Händlerdaten beruhen. Wie genau diese Daten sind, können wir nicht beurteilen. Nutze sie als Orientierung, nicht als Beweis.
Wer aktuell plant, kann die Zahlen als Anhaltspunkt für die Frage nutzen, welche Modelle viele andere Selbstbauer sich leisten oder wünschen. Das hilft vor allem bei der Suche nach Erfahrungsberichten, denn je verbreiteter ein Modell ist, desto mehr Erfahrungen gibt es zu Kühlung, BIOS-Einstellungen und Problemen.
Häufige Fragen
Warum kaufen so viele den 9800X3D?
Die Quelle nennt keine Gründe. Plausibel ist die Spieleleistung durch den zusätzlichen Cache; das ist unsere Einschätzung.
Sind 90,3 Prozent AMD repräsentativ?
Nein, sie gelten für einen Händler in einem Monat.
Soll ich deshalb AMD kaufen?
Entscheide nach Leistung, Preis und Plattform. Beliebtheit allein reicht nicht.
Vom Bestseller zum passenden PC
Prozessor, Mainboard, RAM und Kühler müssen zusammenpassen. Der Konfigurator prüft das für dich.