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DVD und Blu-ray am PC: externes Laufwerk, Brennen, Alternativen

Kein Laufwerk mehr im PC? So nutzt du CD, DVD und Blu-ray mit externem Laufwerk, brennst Dateien und ISOs und rettest alte Discs auf Festplatte oder SSD.

📅 22.10.2026 🔄 Aktualisiert: 23.10.2026 ⏱ 6 Min. Lesezeit 📝 1,139 Wörter
Multimedia & Smart Home
Autor: Kujtim Dubovci 👁 3 Aufrufe

DVD, CD und Blu-ray am modernen PC: externes Laufwerk, Brennen und Alternativen

Die meisten Gehäuse haben kein optisches Laufwerk mehr. Ein externes USB-Laufwerk reicht zum Lesen und Brennen. Filme abspielen und Blu-rays nutzen erfordert dagegen zusätzliche Software.

Im Schrank liegen alte Fotos auf CD, Software auf DVD oder eine Filmsammlung auf Blu-ray. Moderne PCs und Laptops haben dafür meist keinen Schacht mehr. Das Medium selbst ist aber nicht nutzlos geworden. Dieser Ratgeber erklärt, wie du optische Medien weiter verwendest, welches Laufwerk sich eignet, wie du brennst und wie du Inhalte sinnvoll sicherst.

Warum optische Laufwerke aus den PCs verschwunden sind

Software wird heute heruntergeladen, Filme werden gestreamt, Daten liegen auf USB-Sticks, SSDs oder in der Cloud. Gehäusehersteller sparen deshalb den 5,25-Zoll-Schacht und setzen auf Luftströmung und Platz für Komponenten. Auch Laptops sind dünner geworden. Wer ein Laufwerk braucht, rüstet es nachträglich als externes Gerät oder in einem passenden Gehäuse nach.

Externes oder internes Laufwerk?

VarianteVorteileNachteile
Extern über USBEinfach, ohne Einbau, auch am Laptop nutzbarBraucht einen freien USB-Anschluss, teils zwei Stecker für ausreichend Strom
Intern im 5,25-Zoll-SchachtImmer verfügbar, aufgeräumtSetzt einen Schacht, ein SATA-Kabel und einen Stromanschluss voraus
Slim-Laufwerk im LaptopEingebautSelten verbaut, schwer nachzurüsten

Für die meisten Anwender ist ein externes Laufwerk die richtige Wahl. Es lässt sich bei Bedarf anschließen und danach wegräumen. Achte darauf, dass es dein Medium unterstützt: DVD-Laufwerke lesen DVDs und CDs, Blu-ray-Laufwerke zusätzlich Blu-rays. Brenner schreiben die jeweiligen Medien. Die USB-Anschlüsse und ihre Geschwindigkeit erklärt USB-Anschlüsse im Überblick. Für ein Laufwerk genügt jeder USB-3-Anschluss problemlos.

Das Laufwerk anschließen und einrichten

  1. Schließe das Laufwerk direkt an einen USB-Anschluss des Rechners an, nicht an einen unversorgten Hub.
  2. Warte einen Moment. Windows installiert den Treiber automatisch.
  3. Lege ein Medium ein. Im Datei-Explorer erscheint das Laufwerk unter „Dieser PC“.
  4. Wird es nicht erkannt, probiere einen anderen Anschluss oder ein anderes Kabel. Manche Laufwerke brauchen einen zweiten USB-Stecker für Strom.
  5. Prüfe bei Problemen im Geräte-Manager unter „DVD/CD-ROM-Laufwerke“, ob das Gerät ohne Warnzeichen aufgelistet wird.

Dateien auf eine Disc brennen

Windows kann Daten-CDs und -DVDs direkt im Explorer brennen. Lege einen Rohling ein und wähle, wie er genutzt werden soll.

  • Wie ein USB-Speicherstick: Du kannst Dateien beliebig hinzufügen und löschen, wie bei einem USB-Stick. Diese Variante eignet sich für den Austausch zwischen Rechnern mit Windows.
  • Mit CD/DVD-Player: Die Disc wird in einem Rutsch beschrieben und danach abgeschlossen. Sie ist mit mehr Geräten kompatibel, etwa mit älteren Abspielgeräten.

Ziehe die Dateien in das Laufwerksfenster, wähle „Brennvorgang abschließen“ und folge dem Assistenten. Bei einer ISO-Datei klickst du sie mit der rechten Maustaste an und wählst „Datenträgerabbild brennen“. Den Einsatz für die Windows-Installation beschreibt Windows 11 per USB-Stick installieren. Für Installationsmedien ist heute ein USB-Stick der übliche Weg.

Welche Rohlinge es gibt

MediumKapazität (ca.)Typische Nutzung
CD-R700 MBMusik, kleine Datensicherungen
DVD-R und DVD+R4,7 GBDokumente, Fotos, Video
DVD Dual Layer8,5 GBGrößere Datenmengen
BD-R (Blu-ray)25 GBGroße Archive, Videos
BD-R Dual Layer50 GBSehr große Archive

Es gibt Rohlinge einmal beschreibbar (R) und mehrfach beschreibbar (RW). Für Sicherungen sind einmal beschreibbare Medien meist verlässlicher, weil sie nicht versehentlich überschrieben werden.

Filme abspielen: DVD und Blu-ray

Windows 11 bringt keinen DVD-Player mit. Das ist der häufigste Grund, warum eine eingelegte Film-DVD nicht startet. Ein Mediaplayer wie VLC spielt DVDs ab. Blu-ray-Filme sind durch einen Kopierschutz gesichert und lassen sich nur mit spezieller Abspielsoftware wiedergeben, die der Laufwerkshersteller oft beilegt. Das Umgehen wirksamer Kopierschutzmaßnahmen ist in Deutschland nicht erlaubt. Beachte deshalb die rechtliche Lage, bevor du Filme kopierst. Alternativ spielst du Filme auf einem Stand-alone-Player oder einer Konsole ab, falls du eine besitzt.

Audio-CDs und Fotos digitalisieren

  • Audio-CDs lassen sich mit Programmen zum Rippen in Dateien wie FLAC oder MP3 umwandeln. FLAC bewahrt die volle Qualität, MP3 spart Platz.
  • Foto-CDs und Daten-DVDs kopierst du einfach per Explorer in einen Ordner auf der Festplatte.
  • Teste alte Discs frühzeitig. CDs und DVDs altern, Farbschichten zersetzen sich, Kratzer und Wärme richten Schaden an.
  • Lege nach dem Kopieren Sicherungen auf zwei verschiedenen Speichern an, wie es die 3-2-1-Regel empfiehlt: Backup-Strategie 3-2-1.

Wenn eine Disc nicht lesbar ist, reinige sie mit einem weichen, fusselfreien Tuch von der Mitte nach außen und versuche es in einem anderen Laufwerk. Manchmal liest ein älteres Laufwerk bessere Ergebnisse als ein neues.

Brennen als Datensicherung: sinnvoll oder nicht?

Optische Medien galten lange als Archivlösung. Sie sind unabhängig von Stromversorgung und Magnetfeldern, aber nicht unbegrenzt haltbar, und Kapazität und Geschwindigkeit sind begrenzt. Für große Datenmengen sind externe Festplatten oder SSDs praktischer, wie Externe SSD oder Festplatte kaufen zeigt. Wer sehr langlebige Archivierung sucht, nutzt spezielle Archivmedien oder mehrere Kopien auf verschiedenen Technologien. Auch eine NAS oder große Festplatten kommen infrage, siehe Datenarchiv mit HDD, SSD und NAS.

Wenn das Laufwerk nicht liest oder brennt

  • Das Laufwerk erscheint nicht: Anderen USB-Anschluss ausprobieren, Kabel tauschen, direkt am Rechner statt am Hub anschließen.
  • Der Brennvorgang bricht ab: Niedrigere Brenngeschwindigkeit wählen und eine andere Rohlingsmarke testen.
  • Die Disc wird nicht erkannt: Reinigen, Laufwerk testen, Medium in anderem Gerät prüfen.
  • Die Disc ist leer, obwohl Dateien kopiert wurden: Der Brennvorgang wurde nicht abgeschlossen.
  • Das Laufwerk ist laut: Das ist beim Drehen der Disc normal, ein extremes Geräusch deutet auf eine unwuchtige oder beschädigte Disc.

Discs richtig lagern

Lagere Discs senkrecht in Hüllen, kühl, trocken und vor direktem Sonnenlicht geschützt. Fasse sie nur am Rand an und beschrifte sie nur mit einem weichen Stift für Discs, niemals mit Kugelschreiber, denn der Druck kann die Datenschicht beschädigen. Aufkleber verursachen Unwucht und können im Laufwerk Probleme machen. Wer wichtige Archive auf Discs hält, prüft sie in Abständen von einigen Jahren und kopiert sie rechtzeitig auf neue Medien.

Notiere dir außerdem, was auf welcher Disc liegt. Eine einfache Tabelle mit Nummer, Inhalt und Datum spart später lange Suchen und zeigt, welche Medien zuerst umgezogen werden sollten.

Häufige Fragen

Brauche ich überhaupt noch ein Laufwerk?

Nur für vorhandene Discs. Neue Software und Medien gibt es digital.

Warum spielt Windows keine DVD ab?

Es bringt keinen DVD-Player mit. Mit einem Programm wie VLC funktioniert es.

Kann ich eine Blu-ray mit einem DVD-Laufwerk lesen?

Nein. Du brauchst ein Blu-ray-Laufwerk.

Wie lange halten gebrannte Discs?

Das hängt von Qualität und Lagerung ab. Verlasse dich nicht auf eine einzige Disc, sondern sichere wichtige Daten mehrfach.

Alte Discs retten

Ein externes Laufwerk genügt zum Lesen und Brennen. Übertrage wichtige Inhalte auf Festplatte oder SSD und sichere sie mehrfach.

Zum PC-Konfigurator Backup-Strategie 3-2-1 Externe SSD oder Festplatte

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