Auflösung und FPS: Warum 4K die GPU und 1080p die CPU fordert
Wie die Bildschirmauflösung deine FPS verändert: GPU- und CPU-Limit bei 1080p, 1440p und 4K, mit Testwerten und einer Methode zum Selbstprüfen.
Mehr Pixel, andere Engpässe: So verändert die Auflösung deine FPS
Wir zeigen, warum 4K meist die Grafikkarte fordert und 1080p den Prozessor. Eine ausgewogene Kombination planst du im PC-Konfigurator.
Die Bildschirmauflösung entscheidet mit darüber, welches Bauteil in deinem PC bremst. Bei hoher Auflösung arbeitet die Grafikkarte am Limit, bei niedriger rückt der Prozessor in den Vordergrund. Dieser Ratgeber erklärt den Zusammenhang und zeigt, wie du das bei dir prüfst. Die Hauptquelle ist ein Test von TechSpot, veröffentlicht am 7. Mai 2024 und damit zwei Jahre alt. Die Messwerte stammen von damaligen Prozessoren und Grafikkarten und gelten nicht für heutige Hardware, das Prinzip aber schon. Wir haben nichts selbst gemessen. Eigene Kenntnis ist gekennzeichnet. Grundlagen zum Begriff findest du in Was ist ein Bottleneck?.
Die Grundidee: Wo liegt das Limit?
Der Prozessor bereitet pro Bild Berechnungen vor, etwa Spiellogik und Zeichenbefehle. Die Grafikkarte zeichnet das Bild. Wie viele Bilder pro Sekunde herauskommen, bestimmt der langsamere Teil. Mit steigender Auflösung muss die Grafikkarte mehr Pixel berechnen, die Arbeit des Prozessors bleibt ungefähr gleich (eigene Kenntnis). TechSpot fasst es so zusammen: Die Auflösung verschiebt den Engpass. Bei 4K ist meist die GPU der limitierende Faktor, bei 1080p eher die CPU.
Pixelzahl im Vergleich
| Auflösung | Pixel | Verhältnis zu Full HD (eigene Rechnung) |
|---|---|---|
| 1920 × 1080 (Full HD) | 2.073.600 | 1,0 × |
| 2560 × 1440 (WQHD) | 3.686.400 | rund 1,8 × |
| 3840 × 2160 (4K) | 8.294.400 | 4,0 × |
4K hat also viermal so viele Pixel wie Full HD. Die Last auf der Grafikkarte steigt nicht immer im gleichen Maß, aber deutlich (eigene Einschätzung). Deshalb fällt die Bildrate bei gleicher Hardware mit der Auflösung.
Was der Test von TechSpot zeigt
- Hogwarts Legacy mit RX 7700 XT: Bei 1080p (Ultra) liegt der Ryzen 7 7800X3D 34 % vor dem Ryzen 5 3600. Bei 4K begrenzt die GPU beide bei rund 67 bis 68 FPS, die Durchschnittswerte sind fast identisch.
- Hogwarts Legacy mit RTX 4090: Bei 1080p ist der 7800X3D 85 % schneller, bei 4K noch 41 %.
- Counter-Strike 2: Der Ryzen 5 3600 begrenzt bei 1080p auf etwa 180 FPS, der 7800X3D erreicht bis zu rund 500 FPS.
- Starfield mit RX 7700 XT: Bei 4K kein erkennbarer CPU-Unterschied, die GPU limitiert.
Die Lehre: Ein reiner 4K-Test mit hoher GPU-Last sagt wenig über die CPU. Das heißt nicht, dass die CPU bei 4K egal ist. Sobald du Einstellungen senkst oder Upscaling nutzt, steigt die Bildrate, und der Prozessor kann begrenzen (TechSpot). Bei Starfield mit mittleren Einstellungen und 4K blieb der Ryzen 5 3600 bei etwa 60 FPS, auch mit Upscaling, während der 7800X3D über 80 FPS erreichte.
So findest du dein Limit selbst
- Blende die Bildrate und die GPU-Auslastung ein, siehe FPS anzeigen.
- Spiele eine feste Szene mit deiner normalen Auflösung und notiere FPS und Auslastung.
- Senke die Auflösung oder die Qualität.
- Steigen die FPS kaum, begrenzt wahrscheinlich die CPU (TechSpot). Steigen sie deutlich, war die Grafikkarte der Engpass.
Eine GPU-Auslastung nahe 100 % deutet auf ein Grafikkartenlimit hin, deutlich darunter bei hoher CPU-Last auf ein Prozessorlimit (eigene Einschätzung). Das ist ein Hinweis, kein Beweis. Genauere Messungen liefern 1 % Lows, siehe 1 % Lows und Frametimes. Rechner für Bottlenecks bietet CPU-Bottleneck berechnen.
Was das für den Kauf bedeutet
| Dein Monitor | Worauf du achten solltest (eigene Einschätzung) |
|---|---|
| 1080p mit hoher Bildwiederholrate | Starker Prozessor wird wichtiger, die Grafikkarte muss nicht die größte sein |
| 1440p | Ausgewogene Kombination, siehe 1440p-Ratgeber |
| 4K | Leistungsstarke Grafikkarte zuerst; Prozessor darf nicht weit zurückhängen, wenn Upscaling genutzt wird |
Die Wahl des Monitors prägt also den Rest. Mehr dazu in Monitor kaufen 2026 und 1440p-Gaming: welche Hardware?. Wer in 4K spielen will, aber nur eine mittlere Grafikkarte hat, nutzt Upscaling, siehe DLSS, FSR und XeSS.
Upscaling und die interne Auflösung
Upscaling rechnet intern in niedrigerer Auflösung und skaliert dann hoch. Dadurch sinkt die GPU-Last, und der Prozessor kann zum Engpass werden. Das zeigt auch TechSpot: Bei Starfield in 4K mit Upscaling legte der 7800X3D rund 30 % zu, der Ryzen 5 3600 blieb bei 60 FPS. Bedenke das, wenn du eine starke Grafikkarte mit einem sehr alten Prozessor kombinierst.
Nicht verwechseln: Auflösung und Qualität
Neben der Auflösung belasten auch Details wie Sichtweite und Schatten. Laut TechSpot können Ultra-Einstellungen die CPU stark fordern, etwa durch Menschenmengen und Detailgrad, bei 4K reizen sie vor allem die GPU aus. Es lohnt sich, einzelne Optionen zu testen statt nur den Gesamtregler zu verschieben.
Bildrate und Monitor abstimmen
Eine hohe Bildrate bringt nur etwas, wenn der Monitor sie darstellen kann. Ein Monitor mit 60 Hz zeigt nicht mehr als 60 Bilder pro Sekunde, egal wie stark die Hardware ist (eigene Kenntnis). Prüfe deshalb die Bildwiederholrate in den Anzeigeeinstellungen. Für hohe Bildraten in Shootern lohnt sich ein Monitor mit 144 Hz oder mehr, für Story-Spiele reichen oft 60 bis 100 FPS (eigene Einschätzung).
Hinweis zu den Testwerten
Die Zahlen von TechSpot beziehen sich auf bestimmte Spiele, Treiberstände und Einstellungen aus dem Jahr 2024. Übertrage sie nicht eins zu eins auf dein System. Der Test misst auch die Rolle von Treiber-Overhead bei Nvidia-Karten, die laut Quelle bei etwa 130 FPS in Hogwarts Legacy begrenzt waren. Das ist ein Detail eines Einzelfalls und kein allgemeines Gesetz.
Beispiel: Zwei Spieler, zwei Monitore
Stell dir zwei Spieler mit derselben Grafikkarte vor (ein ausgedachtes Beispiel, eigene Einschätzung). Der eine spielt in Full HD auf einem 240-Hz-Monitor, der andere in 4K auf 60 Hz. Der erste profitiert stark von einem schnellen Prozessor, denn die Grafikkarte kommt leicht hinterher. Der zweite braucht vor allem GPU-Leistung, da jedes Bild viele Pixel enthält. Beide haben dieselbe Hardware und trotzdem andere Engpässe. Deshalb sollte die Hardware zum Monitor passen und nicht umgekehrt.
Praxistipp: Auflösung statt Kauf
Bevor du eine neue Grafikkarte kaufst, kannst du testen, wie sich eine niedrigere Auflösung oder Upscaling auswirkt. Manchmal reicht ein Wechsel auf 1440p statt 4K, um flüssige Bildraten zu erreichen, ohne Hardware zu tauschen (eigene Empfehlung). Ob es sich lohnt, hängt vom Spiel und deinen Ansprüchen ab.
Häufige Fragen
Spielt die CPU bei 4K keine Rolle?
Doch, aber sie wird seltener zum Engpass. Bei niedrigeren Einstellungen oder Upscaling kann sie begrenzen.
Warum sinken die FPS mit höherer Auflösung?
Weil die Grafikkarte mehr Pixel berechnen muss; 4K hat viermal so viele wie Full HD.
Wie erkenne ich ein CPU-Limit?
Wenn die FPS bei niedrigerer Auflösung kaum steigen, begrenzt wahrscheinlich die CPU (TechSpot).
Gelten die Messwerte aus dem Test noch?
Die Zahlen sind von 2024 und für heutige Hardware überholt. Das Prinzip gilt weiter.
Engpass erkennen
Passe die Hardware an deine Auflösung an, statt blind das Teuerste zu kaufen.
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