UEFI – Nachfolger von BIOS verändert die zentrale Schnittstelle

By | 20. Mai 2013

UEFI verändert die Grundlagen des PCs umfassender als jede andere Technik der letzten Jahre. Seit mindestens einem Jahr hat jeder neue Computer UEFI. Als Nachfolger des BIOS ist UEFI die zentrale Schnittstelle zwischen Hardware und Betriebssystem.

Das BIOS (Basic Input/Output System) hat sich seit der Einführung vor über 30 Jahren optisch kaum verändert. Charakteristisch für das BIOS sind der blaue Hintergrund, die Klötzchzenschrift und die mehr oder weniger kryptischen Optionen. Der BIOS-Nachfolger UEFI ist nicht nur leichter zu bedienen, er leistet auch technisch deutlich mehr.

Was bedeutet UEFI?

UEFI steht für Unified Extensible Firmware Interface. Wörtlich übersetzt heißt das etwa vereinheitlichte erweiterte Firmware-Schnittstelle. Gemeint ist damit eine leistungsstarke Schnittstelle zwischen Hardware und Betriebssystem. Das klassische BIOS wurde seit der Einführung immer wieder von den PC- und Mainboard-Herstellern an die neuen Hardware-Gegebenheiten angepasst. Dabei wurde aber kein einheitlicher Weg verfolgt. Die Folge: Die BIOS-Versionen der Hersteller enthielten sehr unterschiedliche Einstelloptionen.

Bei UEFI ist das anders. Das UEFI-Forum ein Zusammenschluss mehrerer Hardware-Hersteller wie Intel, AMD oder IBM – verabschiedet Spezifikationen, die den Rahmen abstecken, in dem sich die Hersteller bewegen dürfen. Ähnlich wie beim Betriebssystem eines Smartphones sind damit grundlegende Funktionen vorgegeben, die jeder Hersteller einhalten muss. Darüber hinaus können die Hersteller aber ihre UEFI-Version auch individuell anpassen.

UEFI steckt bereits in jedem PC

Seit mindestens einem Jahr werden PCs und Notebooks mit UEFI statt mit BIOS ausgeliefert. Ob in Ihrem PC bereits UEFI steckt, können Sie nur herausfinden, indem Sie das BIOS einfach mal aufrufen und dort nach einer option „UEFI“ suchen.

Was genau ist das Besondere an UEFI?

UEFI ist eigentlich ein Mini-Betriebssystem. Neben der grafischen Oberfläche hat UEFI zum Beispiel auch eine Kommandozeile. Außerdem enthält UEFI bereits die wichtigsten Treiber, die für den Grundbetrieb eines PCs notwendig sind. Dazu gehören etwa Treiber für die Maus, für die Grafikkarte und für die Netzwerkkarte. Dadurch ist es möglich, ein UEFI-Update ohne installiertes Betriebssystem durchzuführen oder über das Netzwerk zu booten.

UEFI kann deutlich mehr

UEFI kann deutlich mehr

Die wichtigste Neuerung gegenüber dem BIOS ist aber, dass die Festplatte anders partitioniert wird als früher. Bei UEFI-PCs werden Festplattten nach dem GTP-Partitionsschema eingestellt.

Was sind GTP-Partitionen?

Der augenfälligste Unterschied zum herkömmlichen MBR-Partitionsschema ist wohl, dass bei GPT bis zu 128 primäre Partitionen möglich sind. Früher war die Zahl der primären Partitionen auf vier beschränkt.

Außerdem unterstützt GPT große Festplatten mit 3 TByte Speicherplatz und mehr, die heute in PCs üblich sind. Das MBR-Schema kann nur 2,2 TByte einer Festplatte ansprechen. Ein PC mit UEFI muss nicht zwangsläufig das GPT-Partitionsschema verwenden.

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