Mac-Profi in 30 Minuten – die wichtigsten Funktionen des OS X Mavericks im Überblick!

By | 14. November 2013

Am 22. Oktober 2013 veröffentlichte Apple das OS X 10.9 Mavericks, den Nachfolger des Mountain Lion, über den Mac App Store. Dieses neue Betriebssystem bietet zahlreiche verbesserte Features, die sich jedoch zum Teil sehr gut verstecken. Im Folgenden gibt es einige Tipps und Tricks zu den wichtigsten Funktionen.

Installation von Mavericks auf einem USB-Stick

Die hierfür aus Mountain Lion bzw. aus Snow Leopard bekannte Methode funktioniert unter Mavericks nicht mehr. Dieses Problem lässt sich jedoch mit wenigen Klicks lösen. Zunächst ist es erforderlich, sich am App Store anzumelden und Mavericks zu downloaden. Als Zweites wird ein USB-Stick mit einer Kapazität von mindestens acht Gigabyte benötigt. Darauf befindliche Daten sollten, sofern sie nicht verloren gehen dürfen, anderswo gesichert werden. Anschließend wird der Stick über das Festplattendienstprogramm mit „Mac OS Extended (Journaled)“ formatiert. Für das weitere Vorgehen stehen zwei Wege zur Auswahl.

OS X 10.9 Mavericks

OS X 10.9 Mavericks

Bei der ersten Variante übernimmt das Festplattendienstprogramm die Hauptarbeit. Das Prozedere unterteilt sich in mehrere kleine Schritte, mit denen auch weniger erfahrene Anwender zurechtkommen sollten. Diese Methode hat jedoch einen Nachteil: Während der Installation entfällt das Anlegen der Rettungspartition. Das stört zwar fürs Erste nicht, allerdings gibt es einige OS-X-Funktionen, die nicht ohne diese Partition arbeiten, beispielsweise „FileVault“ oder „Meinen Mac suchen“.

Die Rettungspartition lässt sich jedoch verhältnismäßig einfach erstellen, indem der Mavericks-Installer im Anschluss an die Installation vom Stick auf dem Rechner nochmals gestartet wird. Bei der erneuten Installation wird die Partition automatisch erstellt. Zwar läuft der Installer voll durch, verhält sich sonst aber wie ein Update. Sämtliche Accounts und Einstellungen bleiben bestehen.

Die zweite Möglichkeit führt über das Terminal. Bei dieser Vorgehensweise wird die Rettungspartition direkt bei der Installation erstellt. Hierfür muss der Anwender sich jedoch eingehender mit dem Bedienfeld auseinandersetzen und für die Generierung des Installationssticks einen relativ langen Terminal-Befehl korrekt eingeben. Dieser arbeitet mit Root-Rechten und löscht ein Volume, sodass eine fehlerhafte Eingabe Probleme nach sich ziehen kann. Daher bevorzugen die meisten User den ersten Weg.

Unterbinden automatischer Updates

Während der Nutzer bei Mountain Lion noch über automatische Updates informiert wurde, erfolgen diese bei Mavericks im Hintergrund. Dafür lässt sich besser kontrollieren, was wann selbsttätig geupdatet wird. Unter „Einstellungen“ → „App Store“ kann ausgewählt werden, ob der Rechner die Updates eigenständig downloaden soll, ob die Installation der Zustimmung bedarf oder ob der Nutzer darüber in Kenntnis zu setzen ist.

Installation von Java

Java gehört bei Mavericks nicht zum Lieferumfang. Ob bereits eine Version installiert wurde, lässt sich feststellen, indem ein Terminal geöffnet und „java-version“ eingegeben wird. Ist das nicht der Fall, erscheint ein Menü, über welches die aktuelle Version herunter geladen werden kann.

Ein- oder Ausschalten von App Nap

App Nap zählt zu den Killerfeatures unter Mavericks. Beim Ablegen einer Anwendung über einer anderen verringert sich die CPU-Leistung für das hintere Fenster automatisch. Dies soll die Akkulaufzeit von MacBooks verlängern. Es gibt jedoch einige Prozesse und Anwendungen, bei denen keine verminderte Leistung erwünscht ist. Für das Ausschalten dieser Funktion wird das App-Icon mittels rechter Maustaste angeklickt und „Informationen“ ausgewählt. Hier findet sich eine Checkbox, über die sich App Nap deaktivieren lässt.

Aktivieren des Offline-Diktiermodus

Die Diktierfunktionen waren bereits im Lion enthalten. Bisher war dafür jedoch eine Internetverbindung nötig. In Mavericks lässt sich die Software für die Offline-Nutzung herunterladen. Um das Feature ohne Internetzugang zu nutzen, muss die entsprechende Konfiguration in den Systemeinstellungen im Menüpunkt „Diktat & Sprache“ in den erweiterten Diktierfunktionen vorgenommen werden.

Finden und Beenden stromfressender Anwendungen

Das komplette OS X Mavericks ist auf geringen Stromverbrauch optimiert. Dies wirkt sich vor allem in den neuen Macs mit Haswell-Chipsatz positiv aus. Auf dem MacBook lassen sich Stromfresser einfach durch einen Klick auf das in der Systemleiste befindliche Batterie-Icon identifizieren.

Schnelleres Absenden von iMessages

Da Apple die Nachrichtenzentrale überarbeitet hat, gestaltet sich das Absenden von Nachrichten an iMessage-Kontakte zukünftig noch einfacher. Das Register „Nachrichten“ ist an oberster Stelle aufgelistet. Fortan reicht es aus, den Empfänger sowie den Text einzugeben. Danach kann die Message sofort abgeschickt werden. Antworten erscheinen als Pop-up.

Festlegen von Startordnern im Finder

Nach dem Öffnen eines Finder-Fensters zeigt Mavericks prinzipiell eine Übersicht über sämtliche Dateien an. Soll der Start des Programmes mit einem anderen Ordner erfolgen, ist dies in den Finder-Einstellungen zu konfigurieren. Hierzu wird unter „Allgemein“ der Auswahl-Balken unterhalb von „Neue Finder-Fenster zeigen“ angeklickt. Hierauf schlägt OS X mehrere Ordner vor. Der gewünschte Startordner lässt sich durch Anklicken von „Andere“ selektieren.

Einfacheres Aktivieren von Tabs im Finder

Tabs lassen sich in Mavericks entweder direkt im Finder aufrufen oder diverse Bildschirmfenster in Form einer Tab-Struktur zusammenfassen. Hierzu genügt ein Klick auf „Alle Fenster zusammenführen“ im Menü unter „Fenster“. Das Anzeigen mehrerer zuvor einzelner Bildschirmfenster nebeneinander spart enorm viel Zeit.

Kurzzeitiges Stoppen von Benachrichtigungen

Das permanente Anzeigen von Benachrichtigungen lässt sich ebenfalls unterbinden. Diese Funktion ist jedoch sehr gut versteckt. Zur zeitweisen Anwendung dieses Features muss die Alt-Taste gedrückt und gleichzeitig ganz oben rechts in der Systemleiste auf das Icon für die Nachrichtenzentrale geklickt werden. Die nun aktive „Nachrichtensperre“ wird bei Bedarf auf demselben Weg wieder rückgängig gemacht.

Optimales Nutzen der Maps-Funktion

In Mavericks hat Apple seine Karten stärker integriert. So lässt sich zum Beispiel auch der Verkehr anzeigen. Hierzu muss lediglich die Karten-App aufgerufen und der Layer durch Anklicken von „View“ → „Show Traffic“ hinzugefügt werden. Das Switchen zwischen den verschiedenen Ansichten ist sowohl mit der Maus als auch mit den Tastenkombinationen CMD+1, 2 oder 3 möglich. Wer ein Gerät mit iOS 7 nutzt, kann darüber hinaus mithilfe des „Teilen“-Dialoges Routen an mit der iCloud verbundene Geräte senden.

Kennwörter in der iCloud

Zu den wichtigsten Funktionen, die das neue Mavericks mit sich bringt, gehört iCloud Keychain. Dieses Feature hilft dem User bei der Verwaltung von Passwörtern, Zahlungsdaten und Ähnlichem im Browser, auch über mehrere Geräte hinweg. Für das Integrieren eines neuen Gerätes muss das Device zunächst mit dem vorher festgelegten Master-Passwort autorisiert werden. Darauf hin erhält der Nutzer eine SMS an eine hinterlegte Telefonnummer und kann anschließend auf die in iCloud Keychain verwahrten Log-ins zugreifen. Ist in Safari die Auto-Vervollständigung aktiviert, schlägt Keychain bei Registrierungen ein sicheres Kennwort vor und speichert dieses eigenständig in der Cloud.

Geheimhalten der Standortinformationen

Das Betriebssystem Mavericks sammelt Informationen zum jeweiligen Standort. Während dieser beim iMac oder beim Mac-Mini immer derselbe sein dürfte, wechselt er bei den MacBooks relativ häufig. Diese Funktion lässt sich unter „Systemeinstellungen“ → „Sicherheit“ → „Ordnungsdienste“ ganz ausschalten oder gezielt konfigurieren.

Optimale Nutzung des Kalenders

Wer unter Mavericks einen Termin einträgt oder einen Ort auswählt, bekommt mehr als nur das Wetter angezeigt. Im Verbund mit Maps schlägt die Software Routen für Autofahrer oder Fußgänger vor und zeigt zudem auch die Reisedauer an. Oft genügt die Eingabe von Ortsmarken wie ein Restaurant, ein Kino oder Ähnlichem statt der kompletten Adresse. Darüber hinaus ist es möglich unter „Einstellungen“ → „Konten“ Facebook-Events einlaufen zu lassen.

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