Seien Sie mehr aggro! Ein Plädoyer für mehr Biss im Beruf

By | 4. Oktober 2013

Wer kennt sie nicht, die Ärgernisse des beruflichen Alltags: Da werden Sie vom Chef übergangen, der Vorgesetzte trägt Ihnen mehr Arbeit auf, als überhaupt zu schaffen ist, die Kollegin mit dem zuckersüßen Lächeln stichelt wieder einmal und der faule Kollege verkauft Ihre Idee als seine.

Sagen Sie auch mal ruhig Stopp!

Zu allem Überfluss werden Sie schließlich auch noch damit beauftragt, dem hilfsbereiten Azubi zu erklären, warum er nach seiner Ausbildung nicht übernommen werden kann – dabei ist das mitnichten Ihre Aufgabe! Wenn Sie jetzt das Gefühl haben, dass solche Tage an Ihrem Arbeitsplatz ganz normal sind, sollten Sie handeln. Es ist durchaus einfach: Seien Sie mehr aggro! Sagen Sie „Stopp!“, wenn es Ihnen zu bunt wird. Sie sind kein Sklave, kein Esel und sicher auch nicht nervenkrank. Es gibt keinen Grund, Sie schamlos auszunutzen, Sie schlecht zu behandeln und tonnenweise unliebsame Aufgaben zielgerichtet und ausschließlich auf Sie abzuwälzen.

So wehren Sie sich gegen Unfairness

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie unfair behandelt werden oder Ihre Kollegen Ihre Nerven überstrapazieren, wehren Sie sich. Sagen Sie Ihre Meinung und stellen Sie klar, dass Sie nicht bereit sind, sich herumschubsen zu lassen. Das bedeutet nicht, dass Sie sich frontal mit jedem Kollegen anlegen sollen, dem Sie auf dem Gang oder im Büro begegnen. Stellen Sie einfach freundlich, aber bestimmt klar, wo Ihre Grenzen sind.

Sie arbeiten seit zwei Wochen jeden Tag deutlich zu lange und schon wieder flattert eine Akte fünf Minuten vor dem offiziellen Dienstschluss auf Ihren Schreibtisch, die bis zum nächsten Morgen bearbeitet sein soll? Auch wenn es schwer zu glauben ist: Die Welt wird nicht untergehen, wenn Sie trotzdem einmal pünktlich die Firma verlassen. Die Akte wird morgen noch immer auf dem Tisch liegen, mit Sicherheit.

Stellen Sie sich aufrecht hin, lächeln Sie und sagen Sie nein. Begründen Sie, wieso Sie nicht den elften Tag in Folge Ihren Partner oder, noch schlimmer, Ihr Kind versetzen wollen. Diese Technik – das höfliche, aber bestimmte und begründete Neinsagen – ist auf viele andere Fälle übertragbar. Und was die stichelnde Kollegin angeht – strafen Sie Ihre Dreistigkeiten mit Ignoranz. Auch das ist eine Form von Biss im Business!

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