Schokolade macht glücklich – in der richtigen Dosierung!

By | 5. Oktober 2013

Der Siegeszug der Kakaobohnen begann in Europa im 16. Jahrhundert. Als xocolatl oder auch kakawa waren die Pflanzen und deren Früchte bei den Ureinwohner Südamerikas bekannt. Hernán Cortéz brachte den Kakao nach Spanien. Gemahlen und mit Wasser, Honig und Rohrzucker versetzt, wurde daraus bald ein beliebtes Getränk unter den Adligen, denn nur für diese war das „braune Gold“ erschwinglich. In ganz Europa entstanden bald Lokale, in denen Trinkschokolade ausgeschenkt wurde.

Die Kraft der süßen Schokolade

Im 19. Jahrhundert wurden dann die ersten gemahlenen Kakaopulver und Block- oder Tafelschokoladen erfunden. Schokolade konnte nicht mehr nur getrunken, sondern auch gegessen werden. Von dem gesundheitlich förderlichen Wesen des Kakaos und der Schokolade war man lange Zeit überzeugt, so dass diese in der Apotheke als Stärkungsmittel verkauft wurden. Heute gehört Schokolade zum festen Bestandteil der Küche, ob als Tafel oder weiterverarbeitet als Dessert oder Kuchen.

Die pharmakologische und medizinische Forschung begann sich mit den Wirkungen und Nebenwirkungen des Kakaos zu beschäftigen. Tafelschokolade werden neben dem Kakao noch weitere Ingredienzen hinzugefügt, wie beispielsweise Milchpulver, Lecitin, Zucker und Aromen. Bis zu 600 verschiedene Inhaltsstoffe wurden durch Lebensmittelchemiker in Milchschokolade analysiert, darunter Flavanole, Phenylethylamin, Polyphenole (Gerbstoffe), Theobromin und Tryptophan. Einige dieser Stoffe stehen in dem guten Ruf, Glücksgefühle auszulösen. Viele davon sind jedoch in so geringer Dosierung vorhanden, dass sich unmittelbare Effekte, rein wissenschaftlich betrachtet, nicht zeigen können.

Positive Auswirkung auf die Psyche

Eine einfache Handformel lautet jedoch: Je höher der Kakaoanteil in der Schokolade, desto größer die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und Psyche. Mit dunkler Schokolade lassen sich also deutlichere Wirkungen erzielen als mit Milchschokolade oder weißer Schokolade. Eine Langzeitstudie brachte als Ergebnis, dass sich beim Verzehr von 7 Gramm kakaohaltiger Schokolade pro Tag das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um fast 40% verringern ließ.

Auch einige weitere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen und positiven gesundheitlichen und psychischen Aspekten – jedoch bei einer Verzehrmenge zwischen 6 und 20 Gramm pro Tag. Der Körper setzt durch den Genuss von Schokolade auch eigene Botenstoffe und Hormone frei, die das bekannte Glücksgefühl auslösen. Eine wichtige Rolle spielen dabei schöne Erinnerungen, die mit dem Verzehr verbunden sind.

So lassen sich mit dem richtigen Maß auch jeden Tag ganz bewusst ein bis zwei Stückchen vom Glück genießen!

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