Klout Score: Was Social Media Ranglisten aussagen!

By | 5. Oktober 2013

Der „Klout Score“ (Bewertung der Social-Media-Aktivitäten eines Internetnutzers auf klout.com) ist der populärste Maßstab, wenn es um die zahlenmäßige Einschätzung von sozialem Einfluss auf Social-Media-Netzwerken wie Facebook oder Twitter geht. Doch es ist umstritten, wie relevant ein hoher Klout Score ist, denn es gibt eigene Möglichkeiten, den Klout Score zu beeinflussen, ohne dass dies tatsächlich einem höheren Einfluss entsprechen würde.

Fehlende Relevanz für den weiteren Diskussionsprozess

Diese Aussage ist auch zutreffend, wenn man andere Social-Media-Rangwerte ansieht. Grund für die fehlende Relevanz von Klout Score und Co. ist die Nichterkennbarkeit von Textbedeutung durch Computer-Algorithmen. Klout Score und Co. können nur die Häufigkeit von Interaktionen (Beiträge, Kommentare, Bewertungen) messen, nicht ihre Relevanz für den weiteren Diskussionsprozess.

Der Klout Score ist somit zwar interessant und zeigt auch auf, wie häufig jemand in sozialen Netzwerken beachtet wird, aber der Klout Score ist sicherlich kein absoluter Maßstab für Qualität. Insbesondere ist zu beachten, dass immer noch viele Menschen Einfluss in informellen Netzwerken ausüben, die nur am Rande Berührung mit dem Internet haben. Solche Einflüsse werden im Klout Score nicht abgebildet, die entsprechende Person hat also eher informellen Einfluss auf wichtige Bezugspersonen, die ihrerseits durchaus einen höheren Klout Score haben können.

Empfehlungsmarketings in sozialen Netzwerken

Social-Media-Experten wie Jochen Mai, der gute Kontakte zu vielen Trainern und Coaches hat, kennt viele Kollegen, die hervorragende Arbeit leisten, die aber aufgrund zurückhaltender Internetaktivität keinen hohen Klout Score bekommen können. Trotzdem bringen sie gute Leistungen und sind bei ihren Kunden hochgeschätzt. Diese Kunden empfehlen sie weiter innerhalb ihrer informellen Netzwerke, wodurch sich nur ein kleiner Teil dieses Empfehlungsmarketings in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook abbilden kann.

Deshalb kann bei der Einstellung von Mitarbeitern, auch wenn diese Aufgaben im Marketing übernehmen sollen, der Klout Score zwar beachtet, aber nicht allein als Maßstab herangezogen werden. Das würde nur dazu führen, dass zukünftige Mitarbeiter mit Pseudo-Aktivitäten in sozialen Netzwerken aktiv werden, um ihren Klout Score zu verbessern. Die Qualität der Beiträge innerhalb sozialer Netzwerke würde abnehmen und man hätte es schwieriger, Relevanz und Angemessenheit von kommunikativen Handlungen im Internet zu bewerten.

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