Elternzeit: Tipps für öffentliche Leistungen!

By | 7. Oktober 2013

Die Elternzeit, die für ein Paar bis zu 14 Monate betragen kann, gilt als große Errungenschaft für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, auch wenn einige Arbeitgeber ihr eher skeptisch gegenüberstehen. Damit die Babypause für junge Mütter und Väter nicht zum Karriererisiko wird, sollten sie ihre Pause vom Job gut vorbereiten.

Formale Grundlagen der Elternzeit

Arbeitnehmer und Freiberufler können gleichermaßen die Elternzeit in Anspruch nehmen, sie erhalten je nach Einkommen vor der Babypause zwischen 65 bis 100 Prozent vom letzten Durchschnittsnettolohn. Die Berechnungsgrundlagen sind komplex, 100 Prozent erhalten Geringverdiener mit einem Monatsnetto vor der Elternzeit bis 340 Euro, bis 1.000 Euro gibt es eine gleitende Absenkung von 0,1% / 2,00 € bis 67%, dasselbe passiert zwischen den weiteren Stufen zwischen 1.200 bis 2.769,23 Euro Einkommen. Ab diesem Punkt beträgt das Elterngeld maximal 1.800 Euro = 65 Prozent.

Eine genaue Berechnung sollte ein Steuerberater (für Arbeitnehmer auch einmalig) vornehmen. Es zählen alle Einkünfte des Jahres vor der Babypause, die bei Arbeitnehmern relativ einfach zu berechnen sind, bei Selbstständigen wird es komplex. Doch auch Arbeitnehmer müssen Nebeneinkünfte mit berücksichtigen. Der Antrag auf das Elterngeld muss spätestens in der achten Woche vor Fristbeginn eingereicht werden, und zwar beim Arbeitgeber und der Elterngeldstelle. Diese Frist ist sehr kurz, die jungen Mütter und Väter sollten nach Möglichkeit ihrem Arbeitgeber und sich selbst mehr Zeit für die Vorbereitung geben.

Karriererisiko Elternzeit

Zunächst einmal müssen sich werdende Eltern mental auf die Zeit mit dem Baby einstellen, doch gleichzeitig sollten sie ihren Beruf und den Arbeitgeber nicht vergessen. Im Job müssen die bestehenden Aufgaben nun abgegeben werden, was einiges an Organisation erfordert.

Wer ist überhaupt der beste Ersatz für die eigenen Tätigkeiten, und soll man das Karriererisiko eingehen, dass Ersatzmann/-frau sich während der eigenen Elternzeit als (scheinbar) besser geeignet erwiesen? Ein offenes Wort mit dem Arbeitgeber über diesen Fakt kann keinesfalls schaden. Clevere Arbeitnehmer bieten von sich aus eine Weiterarbeit vom Home Office aus an. Die Teilzeit ist gesetzlich geregelt, sie darf bis 30 Stunden pro Woche betragen, unterstützt das Einkommen wie das eigene Unternehmen und mindert daher nachhaltig jedes Karriererisiko. Auch Angestellte sollten diese Option ins Auge fassen.

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