Eindrucksvoll – Anwesenheit ist wichtiger als Fleiß!

By | 5. Oktober 2013

Es ist traurig und sehr wahr. Was sie zu Hause in ihrer Freizeit tun, sieht der Chef nicht als Opfer Ihrer Freizeit, sondern als getane Arbeit. Für das gleiche Lob – wenn es das überhaupt gibt – hätten sie die Arbeit am kommenden Montagabend um 18 Uhr abgeben können, anstatt dafür Ihr Wochenende herzugeben. Anwesenheit ist tatsächlich mehr wert als Fleiß, und da gibt es nur sehr wenige Ausnahmen.

Die Anwesenheit der Mitarbeiter
Flexible Arbeitszeiten hin oder her, in jedem Unternehmen ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem eine gewisse Anwesenheitspflicht herrschen muss. Ganz unabhängig vom Arbeitszeitmodell wird man sowohl bei den Kollegen als auch beim Chef negativ auffallen, wenn man häufig durch Abwesenheit glänzt. Das gilt sogar dann, wenn man in diesen Zeiten im Homeoffice arbeitet und alle Aufgaben überpünktlich erledigt. Das ist echter Fleiß, aber warum zählt er nicht so sehr wie die schiere Anwesenheit? Ganz einfach – wir Menschen sind visuelle Wesen und glauben nur, was wir sehen. Unseren anwesenden Kollegen sehen wir, das fleißige Bienchen im Homeoffice nun mal nicht.

Die Anwesenheit des Chefs
Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Ganz so schlimm ist es vielleicht nicht, wenn der Chef mal nicht da ist, denn dann gibt es immer noch die übereifrigen Kollegen, die sofort petzen gehen würden. Trotzdem sollte auch ein Chef seine Freiheiten nicht zu sehr ausreizen und alleine schon für seine Mitarbeiter Anwesenheit vorleben. Ist der Chef da, so wird die Abteilung das Gefühl haben, dass der Kapitän an Bord ist, sie fühlen sich sicherer und selbstbewusster und haben einen Ansprechpartner, der ihnen helfen kann.

Anwesenheit will genutzt sein
Trotz der Wirkung der schieren körperlichen Anwesenheit reicht es noch nicht, lediglich da zu sein. Anwesenheit ohne auffallende Fehlzeiten wird zwar oft höher geschätzt als Fleißarbeit, aber dennoch kann man sich nicht gehen lassen, kaum dass man über die Türschwelle der Firma getreten ist. Solange alle wichtigen Aufgaben erledigt werden, kann man es zwar ruhig angehen lassen, sollte aber trotz Anwesenheit nichts schleifen lassen – denn dann hilft es auch nicht, in diesem Jahr noch keinen Fehltag zu haben.

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