Das Whiscy-Syndrom: Warum scheitern so viele Projekte?

By | 5. Oktober 2013

Gerade in der IT kommt es nicht selten vor, dass sowohl kleine als auch große Projekte schon scheitern, bevor sie überhaupt richtig begonnen wurden. Laut Statistiken sollen davon sogar bis zu 40 % aller Projekte betroffen sein. Immer wieder fällt in diesem Zusammenhang auch das Schlagwort des Whiscy-Syndroms. Dabei handelt es sich beileibe um keinen Schreibfehler und es hat auch nichts mit Schnapps zu tun. Whiscy steht als Abkürzung für „Why isn’t Sam coding yet?“.

Was ist das Whiscy-Syndrom?

Letztgenannte Frage stellen Verantwortliche ihren IT-Teams oft viel zu schnell. Die Planungsphase für ein Projekt wird gerne unterschätzt. Es ist wenig sinnvoll, wenn Programmierer mit dem Coden anfangen, bevor sie überhaupt eine klare Vorstellung von dem Projekt haben. Das Whiscy-Syndrom bezeichnet genau diesen Umstand. Auch wenn ein Team noch so motiviert in ein Projekt einsteigt, ohne klare Ziele und Vorstellung ist es in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt.

Ohne Zweifel kann auch übermäßige Planung zum Scheitern eines Projekts führen. Auch hier gibt es eine praktische Faustregel. Spätestens 72 Stunden nach Beginn eines Projekts sollte mit der Arbeit begonnen werden. Wichtig ist dabei nicht, jedes kleine Detail zu berücksichtigen, sondern vor allem das Ziel klar definiert zu haben. Während der Programmierung ergeben sich ohnehin ständig Änderungen.

Das ist jedoch vernachlässigbar, solange jeder weiß, wie ein Projekt am Ende aussehen soll. Ein klares Ziel ist dabei aber mehr, als einfach nur ein bestimmter Wunsch. Will zum Beispiel jemand seine Webseite mit Social Media Diensten vernetzen, so ist das ein nachvollziehbarer Wunsch. Es ist aber auch wichtig zu wissen, wie genau dieses Vorhaben denn bewerkstelligt werden soll.

Das Gleichgewicht finden

Bei allen Projekten ist es daher wichtig, ein gutes Gleichgewicht zwischen Planung und Programmierung zu finden. Viele Teams setzen sich oft unnötig selbst unter Druck und vernachlässigen in der Folge eine der beiden Komponenten. Aber auch Vorgesetzte sollten ihren IT-Teams die nötige Freiheit geben, die für IT-Projekte nötig ist. Denn auch bei allem mathematischen Hintergrund handelt es sich immer auch um einen kreativen Prozess, der nicht einfach erzwungen werden kann.

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