Ab ins Beet: Warum Sie den Boss zum Gärtner machen sollten!

By | 5. Oktober 2013

Im Management, meint der Autor Matthias Nöllke, sollte es nicht wie auf einem Schlachtfeld, sondern eher wie in einem Garten zugehen: Geduldig und dem Rhythmus der wachsenden Pflanzen angemessen. Dementsprechend empfiehlt der Autor in seinem jüngsten Buch über die „Gärten den Managements“ (Haufe-Verlag), den Boss zum Gärtner zu machen. Das, meint Matthias Nöllke, würde eine wesentlich angenehmere und vor allem effizientere Führungskultur bewirken.

Der Boss und der Gärtner

Denkanstöße für die Führungskultur will Matthias Nöllke geben und beruft sich dabei auf die Bionik, die Parallelen zwischen Natur und Gesellschaft zieht. Ein Boss und ein Gärtner, der Umgang mit einem Unternehmen und der Natur haben in ihrem Management viel gemeinsam, meint der Autor, nur sollten das Manager auch verstehen lernen. Sie sollten sich weniger wie Generäle und mehr wie Gärtner verhalten, damit ihr Mitarbeiterstamm wie Pflanzen wächst und gedeiht.

Diese Haltung ist nur leider viel zu selten anzutreffen, sie könnte Chefs aber unter Umständen anempfohlen werden. Denn die „Gewinnertypen“, die ständig die letzten Reserven aus dem Mitarbeiterstamm herauspressen wollen, sind allzu oft fehl am Platz. Viele Dinge brauchen einfach ihre Zeit und daher diejenigen Fähigkeiten, die der Gärtner dem gewöhnlichen Unternehmenschef voraus hat: Beharrlichkeit, Geduld, Unaufgeregtheit und Zugewandtheit.

Oft sind nicht hochfliegende Visionen, sondern Bodenständigkeit gefragt. Das Mögliche soll erreicht werden, schon das kann schwer genug sein. Im Garten werden aber Pflanzen und keine Egos gepflegt, was Zeit und ein Denken in Zyklen erfordert. Vieles davon lässt sich auf die Führungskultur und das Management übertragen. Auch hier wäre ein Anpassen an natürliche (von den Märkten verursachte) Phasen wesentlich produktiver als ein Erzwingen von Dingen, deren Zeit einfach noch nicht gekommen ist. So mancher Boss hat das zum Stil erhoben, einem Gärtner würde das niemals einfallen.

Management mit Ruhe

Wie Pflanzen benötigen auch Mitarbeiter ihre Ruhephasen, sie entwickeln sich nicht einheitlich und suchen beileibe nicht alle den Platz an der Sonne. Doch „Halbschattengewächse“ können die wertvollsten Früchte tragen, ihre Pendants unter den Kollegen die besten Ideen haben. Das sollte eine moderne Führungskultur beherzigen, meint Autor Nöllke, der dem Boss daher dringend empfiehlt, den Garten mit seinen verschiedenen Pflanzen als Vorbild zu betrachten.

 

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